Brand in Münchner Polizeikaserne durch defekte Powerbank verursacht
In einer Unterkunft der Bereitschaftspolizei in München-Ramersdorf ist am Sonntagabend ein Feuer ausgebrochen, das durch eine defekte Powerbank ausgelöst wurde. Der Vorfall führte zu fünf Verletzten, darunter vier Polizisten und ein Feuerwehrmann, die alle eine Rauchgasvergiftung erlitten.
Alarm in der Kaserne an der Rosenheimer Straße
Gegen 19.35 Uhr am Sonntagabend löste der Rauchmelder in der Kaserne der Bereitschaftspolizei an der Rosenheimer Straße aus. Ein 30-jähriger Beamter der 1. Bereitschaftspolizeiabteilung in München hörte den Alarm und verständigte umgehend die Feuerwehr. Drei weitere Polizisten, zwei 23-Jährige und ein 34-Jähriger, wurden auf den Alarm aufmerksam und eilten zu einem Zweimannzimmer, in dem es brannte.
Trotz starker Rauchentwicklung betraten die drei Beamten den Raum, um nach möglichen Kollegen zu suchen. Das Zimmer war jedoch leer, da die Bewohner abwesend waren. Sie zogen sich schnell zurück, während die Feuerwehr bereits Minuten später am Brandort eintraf und mit den Löscharbeiten begann.
Verletzte und Schäden durch den Brand
Der Rettungsdienst versorgte die vier Polizisten, die dem giftigen Rauch ausgesetzt waren. Alle erlitten eine Rauchgasintoxikation und wurden in Krankenhäuser gebracht. Die beiden 23-Jährigen konnten nach kurzer Behandlung entlassen werden, während der 34-Jährige stationär zur weiteren Behandlung bleiben musste. Auch ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht durch Rauchgas verletzt und erhielt ärztliche Behandlung.
Bei der Brandortbegehung fanden die Einsatzkräfte eine verschmorte Powerbank, die sich offenbar selbst entzündet hatte. Das Gerät war nicht an einer Steckdose angeschlossen, und ein technischer Defekt wird als Ursache vermutet. Laut Polizeisprecher erhitze sich der Akku stark, was zu einer schlagartigen Brandentwicklung führte. Das Zimmer und die Einrichtung wurden teilweise erheblich beschädigt, mit einem geschätzten Schaden von mehreren Tausend Euro. Die weiteren Ermittlungen übernimmt das Kommissariat 13.
Ähnlicher Vorfall in Ramersdorf erst kürzlich
Erst am vergangenen Freitag war es in einer Wohnung in Ramersdorf ebenfalls zu einem Brand durch eine Powerbank gekommen. Ein 50-jähriger Münchner lud seine Powerbank auf, als es zu einem Kurzschluss und einer Explosion kam. Die Flammen richteten großen Schaden an, und der Mieter erlitt eine Rauchgasvergiftung, während er versuchte, den Brand selbst zu löschen. Die Feuerwehr löschte das Feuer, und der Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Die Wohnung ist derzeit nicht mehr bewohnbar.
Diese Vorfälle unterstreichen die potenziellen Gefahren von defekten Akkus und Powerbanks, die zu schweren Bränden führen können. Die Behörden raten zur Vorsicht bei der Nutzung solcher Geräte und empfehlen regelmäßige Überprüfungen, um ähnliche Unfälle zu vermeiden.



