Nach einer Serie von Raubüberfällen auf Spätis in Berlin hat die Polizei einen Ermittlungserfolg vermeldet. Zwei Tatverdächtige im Alter von 27 und 29 Jahren wurden festgenommen und befinden sich in Untersuchungshaft. Das gab die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft bekannt.
Sechs Überfälle in Berlin-Mitte
Den Männern wird vorgeworfen, in der Zeit von Februar bis April insgesamt sechs Raubüberfälle auf Spätis im Bezirk Berlin-Mitte begangen zu haben. Dabei sollen sie – teils gemeinschaftlich handelnd – jeweils eine Schusswaffe eingesetzt haben, um die Herausgabe von Bargeld zu erzwingen. Die genaue Tatbeteiligung wird derzeit noch ermittelt.
Festnahme in Wedding
Die Festnahme gelang bereits in der Nacht zum Mittwoch in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Wedding. Spezialeinsatzkräfte der Polizei waren an dem Zugriff beteiligt. Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung stellten die Beamten umfangreiche Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden. Details zu den Beweisen nannten die Ermittler zunächst nicht.
Hintergrund der Taten
Die Überfälle hatten in den vergangenen Wochen für erhebliche Verunsicherung bei den Beschäftigten der betroffenen Spätis gesorgt. Für die Angestellten sei es ein angstvoller Moment, wenn plötzlich jemand mit einer Schusswaffe im Laden stehe und Geld fordere, hieß es aus Polizeikreisen. Mit den Festnahmen dürfte die akute Gefahr für weitere Überfälle vorerst gebannt sein.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Die Staatsanwaltschaft prüft nun die Erhebung der Anklage gegen die beiden Männer. Ihnen drohen bei einer Verurteilung mehrjährige Haftstrafen wegen schweren Raubes.



