Großrazzia bei GLS in Tornesch: Männer wollten Drogenpaket abholen – Einer mit Augenbinde abgeführt
Razzia bei GLS: Männer wollten Drogenpaket abholen

Großeinsatz am GLS-Paketzentrum in Tornesch: Zwei Männer bei Drogenabholung festgenommen

Am frühen Abend des 1. April 2026 kam es im schleswig-holsteinischen Tornesch zu einem spektakulären Polizeieinsatz. Am Paketzentrum des Logistikunternehmens GLS rollten mehrere Streifenwagen und Zollfahrzeuge vor, Beamte sprangen aus den Fahrzeugen und sicherten sofort die Umgebung. Innerhalb von Sekunden wurde klar: Hier fand ein geplanter Zugriff statt, der den Alltag am Depot abrupt zum Stillstand brachte.

Verdächtige im Visier der Ermittler

Zwei Männer waren bereits zuvor ins Visier der Ermittler geraten, nachdem Hinweise auf ein verdächtiges Paket vorlagen, das bei GLS zur Abholung bereitstand. Laut Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow bestand der konkrete Verdacht, dass sich in der Sendung Betäubungsmittel befanden. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe bestätigte, dass es sich bei dem Inhalt um eine einstellige Kilogramm-Menge Rauschgift handelte.

Die beiden Tatverdächtigen – ein 24-jähriger Deutscher und ein 42-jähriger Ghanaer – waren zum Paketzentrum gekommen, um genau diese Sendung abzuholen. Doch statt des erwarteten Pakets erwartete sie ein Großaufgebot von Sicherheitskräften.

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Dramatische Festnahme mit Augenbinde

Besonders dramatisch gestaltete sich die Festnahme eines der Verdächtigen. Er wurde mit verbundenen Augen vom Firmengelände abgeführt, die Arme nach hinten fixiert, während Polizisten ihn links und rechts fest im Griff hielten und zügig über den Parkplatz zu einem Fahrzeug brachten. Diese ungewöhnliche Maßnahme unterstreicht die Brisanz des Einsatzes.

Parallel durchsuchten weitere Beamte intensiv die Fahrzeuge der Verdächtigen:

  • Türen wurden aufgerissen
  • Kofferräume geöffnet
  • Das Wageninnere wurde gründlich nach Spuren abgesucht

Aus einem der Fahrzeuge wurde schließlich eine braune Papiertüte als Beweismittel getragen.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Gegen die Festgenommenen wird nun wegen Beihilfe zum Handeln mit Betäubungsmitteln ermittelt. Die Ermittlungen werden vom Hauptzollamt Itzehoe sowie der Kriminalpolizei Pinneberg geführt. Woher das verdächtige Paket genau stammt und wer es verschickt hat, dazu macht die Staatsanwaltschaft Itzehoe bislang keine Angaben. Die Ermittler arbeiten jedoch mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls.

Der Einsatz in Tornesch zeigt einmal mehr, wie Logistikunternehmen unbeabsichtigt in den Fokus von Drogenschmugglern geraten können und wie engmaschig die Zusammenarbeit zwischen Zoll und Polizei in solchen Fällen funktioniert.

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