Mikrochip von Rennpferd in Suppe entdeckt: Besitzer muss Strafe zahlen
Rennpferd-Mikrochip in Suppe gefunden: Besitzer bestraft

Mikrochip von ehemaligem Rennpferd in Suppengericht entdeckt

In einer Suppenküche in der türkischen Mittelmeerstadt Mersin hat ein Gast einen äußerst ungewöhnlichen Fremdkörper in seinem Essen gefunden. Wie mehrere Medien berichteten, handelte es sich bei dem Fund um den elektronischen Identifikationschip eines früheren Rennpferdes.

Labortests bringen erschreckende Wahrheit ans Licht

Das türkische Landwirtschaftsministerium ließ den Gegenstand untersuchen und identifizierte ihn als Mikrochip des vierjährigen englischen Rennpferdes Smart Latch. Dieses Tier hatte auf der Rennbahn der benachbarten Provinz Adana Rennen bestritten, wie die private Nachrichtenagentur Demirören detailliert berichtete.

Noch beunruhigender waren die weiteren Ergebnisse der Laboranalysen: Die Tests bestätigten später eindeutig, dass das betreffende Gericht tatsächlich Fleisch desselben Tieres enthielt. Damit stand fest, dass das ehemalige Rennpferd geschlachtet und sein Fleisch in der Suppenküche verarbeitet worden war.

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Besitzer muss hohe Geldstrafe zahlen

Die türkischen Behörden verhängten gegen den Besitzer des Pferdes, einen Geschäftsmann, eine Geldstrafe in Höhe von 132.108 Türkischen Lira, was etwa 2.615 Euro entspricht. Interessanterweise wurde diese Strafe jedoch nicht wegen des kuriosen Fundes des Mikrochips im Essen verhängt.

Vielmehr hatte der Besitzer versäumt, die Verlegung des verletzten Pferdes nach dessen Rennkarriere offiziell zu melden. Der Mann gab gegenüber der Nachrichtenagentur an, das Tier nach seinem letzten Rennen im Oktober aufgrund einer Beinverletzung aus dem Rennsport genommen zu haben.

Unklare Umstände der Schlachtung

Laut den Aussagen des ehemaligen Besitzers hatte er das Pferd einem Reitverein in der benachbarten Provinz Osmaniye gespendet. Gegenüber Demirören erklärte der Mann, er sei am Boden zerstört gewesen, als er von den Behörden über den Vorfall informiert wurde.

Wie und wann genau das Tier geschlachtet wurde, bleibt zunächst unklar. Die Behörden ermitteln weiter zu den genauen Umständen, die dazu führten, dass Fleisch eines ehemaligen Rennpferdes in einer öffentlichen Suppenküche serviert wurde.

Dieser Vorfall wirft ernste Fragen zur Lebensmittelsicherheit und zur Rückverfolgbarkeit von tierischen Produkten in der Türkei auf. Verbraucherschützer fordern strengere Kontrollen, um derartige Vorkommnisse in Zukunft zu verhindern.

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