Magdeburg (Sachsen-Anhalt) – Ein tragischer Vorfall erschüttert die Bewohner eines Plattenbaus im Stadtteil Stadtfeld-Ost: Ein 74-jähriger Rentner wurde am Sonntagmorgen leblos in einer Einraumwohnung im Parterre aufgefunden. Die Polizei war bereits am Samstagabend wegen Lärmbeschwerden im Einsatz. Am nächsten Morgen kehrten die Ermittler zurück, als der Rentner tot in Apartment 105 entdeckt wurde.
Notruf durch den Beschuldigten
Nach Informationen der Bild-Zeitung soll der 26-jährige Mieter selbst den Notruf abgesetzt haben. Die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Rentners feststellen. „Die Auffindesituation deutete auf einen nicht natürlichen Todesfall hin“, erklärte Heidi von Hoff, Sprecherin der Polizeiinspektion Magdeburg. Der Beschuldigte hielt sich während der Rettungsmaßnahmen apathisch im Innenhof auf und wurde von Beamten bewacht, bis er abgeführt wurde.
Nachbarn berichten von Lärm und Polizeieinsatz
Ein Anwohner schilderte, dass der junge Mann auf dem Rasen saß und von Polizisten bewacht wurde. Später nahmen die Beamten ihn mit, während die Spurensicherung die Wohnung untersuchte. Eine andere Mieterin bestätigte, dass die Polizei bereits am Samstagabend wegen Lärm aus der Parterrewohnung im Einsatz war. „Als die Polizisten abzogen, war es ruhig. Aber am Sonntagmorgen stand die Spurensicherung vor der Tür“, sagte sie.
Obduktion bestätigt Tötungsdelikt
Die Staatsanwaltschaft ließ den Leichnam obduzieren. Das vorläufige Ergebnis am Montag bestätigte den Verdacht eines Tötungsdelikts. Daraufhin beantragte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 26-Jährigen. Am Montagnachmittag wurde er beim Ermittlungsrichter am Amtsgericht im Beisein eines Pflichtverteidigers vernommen. „Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Er wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht“, so Polizeisprecherin von Hoff.
Die Ermittlungen dauern an. Die Wohnung in dem sanierten Plattenbau mit über 150 Parteien wurde nach der Spurensicherung versiegelt.



