Schwulenfeindlicher Angriff in Berlin: FDP-Politiker und Partner verletzt
Schwulenfeindlicher Angriff: FDP-Politiker verletzt

Berlin – Der FDP-Politiker Helmut Metzner und sein Partner sind am Donnerstagabend im Berliner Stadtteil Charlottenburg Opfer einer schwulenfeindlichen Gewalttat geworden. Die beiden Männer im Alter von 57 und 61 Jahren wurden im Schustehruspark zunächst mit volksverhetzenden und homophoben Äußerungen beleidigt. Ein bislang unbekannter Täter, der einen Hund bei sich führte, stieß einen der beiden zu Boden. Als der andere daraufhin ein Foto des Angreifers machte, wurde auch er zu Boden gestoßen, getreten und geschlagen. Beide erlitten Verletzungen, nahmen jedoch zunächst keine ärztliche Hilfe in Anspruch. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, der Staatsschutz ist eingeschaltet.

Angriff mit Todesdrohung

Der 57-jährige Helmut Metzner, geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, die sich gegen die Diskriminierung queerer Menschen einsetzt, berichtete auf Facebook von dem Vorfall. Er zeigte eine Verletzung an seinem Ellenbogen und schilderte, dass er und sein Partner gegen 19:00 Uhr auf dem Heimweg waren, als sie als „Schwuchteln“ beschimpft wurden. Als Metzner ankündigte, die Polizei zu rufen, eskalierte die Situation. Der Täter habe seinem Partner zudem gedroht: „Wenn ich Dich alleine treffe, bringe ich Dich um.“ Anschließend floh der Angreifer in Richtung Schlossstraße. Fotos des Mannes wurden der Polizei übergeben.

Ermittlungen des Staatsschutzes

Die Polizei bestätigte den Vorfall und gab bekannt, dass der Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Die Beamten suchen nun nach dem flüchtigen Täter. Metzner äußerte sich auf Facebook zu der Tat: „Die Tat steckt uns noch immer in den Knochen.“ Der „Tagesspiegel“ hatte zuerst über den Angriff berichtet. Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, deren Vorstand Metzner ist, setzt sich für die Rechte und den Schutz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Menschen (LSBTIQ*) in Deutschland ein.

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Der Vorfall hat in Berlin und darüber hinaus Entsetzen ausgelöst. Politiker verschiedener Parteien verurteilten die Tat und sprachen den Opfern ihre Solidarität aus. Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Täter oder zum Tatgeschehen geben können, sich zu melden. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang dauern an.

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