Skelettfund nach 14 Jahren: Vermisster 76-Jähriger identifiziert
Skelettfund: Vermisster 76-Jähriger identifiziert

Einen Monat nach dem Fund eines menschlichen Skeletts nahe der Bahnstrecke Berlin-Rostock bei Kargow in der Mecklenburgischen Seenplatte haben die Ermittlungen einen entscheidenden Durchbruch erzielt. Wie die Polizei am Freitag bekannt gab, konnte der Verstorbene als ein 76-jähriger Mann identifiziert werden, der seit dem Jahr 2012 in der rund fünf Kilometer entfernten Stadt Waren an der Müritz als vermisst galt. Der Fall, der über ein Jahrzehnt lang ungelöst blieb, ist damit endgültig abgeschlossen.

Fundort in einem verlassenen Betonwerk

Die sterblichen Überreste wurden Ende März bei Aufräumarbeiten auf dem Gelände eines ehemaligen Betonwerks entdeckt. Das weitläufige, bewaldete Areal liegt an der Bahnstrecke Berlin-Rostock und wurde früher unter anderem zur Fertigung von Schächten für Kläranlagen genutzt. Ein Liquidator stieß dort unter einem großen Stapel von Holzpaletten auf Teile eines Skeletts sowie auf Kleidungsstücke. Die genaue Lage des Fundorts ist über Feldwege und durch ein Waldstück etwa fünf Kilometer von Waren entfernt.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Nach Angaben der Polizei gab es keine Anzeichen für ein Gewaltverbrechen. Der vermisste Mann war zum Zeitpunkt seines Verschwindens orientierungslos und konnte trotz einer umfangreichen Suchaktion im Juni 2012 nicht gefunden werden. Die Identifizierung gelang durch Untersuchungen in der Rechtsmedizin, die die Ermittler schließlich auf die Spur des Mannes brachten. Mit der Klärung der Identität wird der Fall nun zu den Akten gelegt. Die Behörden schließen ein Fremdverschulden aus und gehen davon aus, dass der Mann eines natürlichen Todes gestorben ist.

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