Ein schwerer Betrugsverdacht erschüttert das renommierte Münchner Restaurant „Spatenhaus an der Oper“. Die Brüder Sebastian und Stephan Kuffler, die das Lokal betreiben, vermuten, dass eine Gruppe von Mitarbeitern sie über Jahre hinweg systematisch betrogen und Geld abgezweigt hat. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen bandenmäßigen Betrugs.
Finanzielle Probleme nach der Pandemie
Nach eigenen Angaben der Wirte hatte sich das Spatenhaus auch nach der Corona-Pandemie finanziell nicht erholt. „Alle Maßnahmen der Geschäfts- und Betriebsleitung zeigten keine Wirkung“, schreiben die Kuffler in einer Mitteilung. Dies verstärkte den Verdacht, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging. Einzelne Mitarbeiter sollen gegenüber dem Unternehmen „betrügerisches Verhalten“ an den Tag gelegt haben.
Ermittlungen der Polizei
Die Brüder kontaktierten daraufhin die Münchner Polizei, die umgehend Ermittlungen aufnahm. Dabei sei die Kriminalpolizei „einer organisierten Bande aus Teilen der Mitarbeitenden auf die Spur“ gekommen, so die Kuffler. „Mutmaßlich seit Jahren“ hätten die Täter die Betreiber betrogen. Die Ermittlungsergebnisse wurden der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Sie zeigen angeblich, dass es sich „um einen klassischen Fall sogenannter 'Innentäter'“ handelt, bei dem ausschließlich der Arbeitgeber geschädigt wurde, nicht aber die Gäste.
„Gewaltige kriminelle Energie“
Der Fall sei so krass, dass selbst die Polizei nicht „mit dem Ausmaß an Dreistigkeit einzelner Täter*innen, den bandenmäßigen Strukturen und der gewaltigen kriminellen Energie“ gerechnet habe, erklären die Kuffler weiter. „Mein Bruder und ich sind zutiefst erschüttert. Menschen, denen wir selbst in privaten Belangen zur Seite standen, haben uns über viele Jahre hinweg auf das Perfideste belogen und bestohlen“, sagt Stephan Kuffler. „Es bleiben gewaltige Enttäuschung und zerrüttetes Vertrauen.“
Wie hoch der entstandene Schaden ist, steht noch nicht fest. Möglicherweise lasse er sich gar nicht abschließend beziffern, so die Betreiber. Die Ermittlungen dauern an.



