Die deutschen Sicherheitsbehörden haben einen mutmaßlichen Spion festgenommen, der im Auftrag eines russischen Geheimdienstes gehandelt haben soll. Der Mann, ein kasachischer Staatsbürger, wurde in Berlin gefasst. Ihm wird vorgeworfen, über mehrere Monate hinweg sensible Informationen an Moskau weitergegeben zu haben.
Monatelange Observierung und Austausch
Laut Ermittlern stand der Kasache seit geraumer Zeit in regelmäßigem Kontakt mit einem russischen Geheimdienst. Dabei ging es um militärische Konvois, Hilfslieferungen für die Ukraine und mögliche Anschlagsziele. Die Behörden gehen davon aus, dass die gesammelten Daten direkt an russische Stellen geflossen sind.
Festnahme in Berlin
Die Festnahme erfolgte in der Hauptstadt, nachdem die Ermittler genügend Beweise für die Spionagetätigkeit gesammelt hatten. Der Beschuldigte soll nun einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit vor.
Die Sicherheitsbehörden betonen, dass der Fall die anhaltende Bedrohung durch russische Spionage in Deutschland zeigt. Bereits in der Vergangenheit waren ähnliche Fälle bekannt geworden, bei denen Personen aus dem postsowjetischen Raum für Moskau tätig waren.
Die Ermittlungen dauern an. Es wird geprüft, ob der Mann weitere Kontakte in Deutschland hatte und ob er in ein größeres Spionagenetzwerk eingebunden war.



