US-Präsident Donald Trump liegt erneut im Clinch mit Talkshow-Host Jimmy Kimmel. Diesmal schaltet sich die Medienaufsichtsbehörde FCC ein und ordnet eine vorzeitige Überprüfung der Lizenzen des Senders ABC an.
FCC fordert vorzeitigen Lizenzantrag
Die FCC forderte den Mutterkonzern Disney am Dienstag auf, den Antrag auf Verlängerung der Sendelizenzen umgehend einzureichen. Ursprünglich wäre dies erst in zweieinhalb Jahren fällig gewesen. Die Behörde begründete den Schritt mit bereits seit einem Jahr laufenden Ermittlungen wegen angeblicher Diskriminierung bei Disney-Sendern.
Trumps Reaktion auf Kimmels Witz
Trump hatte zuvor die Entlassung des Moderators gefordert. Kimmel hatte Melania Trump in seiner Show am vergangenen Donnerstag das Strahlen einer „werdenden Witwe“ bescheinigt. Trump schrieb daraufhin auf Truth Social von einem „verabscheuungswürdigen Aufruf zur Gewalt“ und verlangte, dass Kimmel „sofort von Disney und ABC gefeuert wird“.
Kimmels Verteidigung
Kimmel wies die Kritik zurück und erklärte, der Witz habe sich auf den Altersunterschied zwischen Trump und seiner Frau bezogen. „Es handelt sich um einen sehr milden Spott über die Tatsache, dass er fast 80 Jahre alt ist – und sie jünger als ich“, sagte Kimmel. Trump wird im Juni 80, Melania ist 56.
Schusswaffenvorfall beim Korrespondenten-Dinner
Zwei Tage nach Kimmels Bemerkung kam es beim Korrespondenten-Dinner mit Trump in Washington zu einem Schusswaffenvorfall. Ein bewaffneter Mann versuchte, eine Sicherheitskontrolle zu überwinden. Bei der Festnahme fielen Schüsse. Ein Gericht wirft dem Verdächtigen versuchten Mord am Präsidenten vor.
Mögliche Folgen für ABC
Die frühzeitige Überprüfung könnte der FCC den Anlass geben, Lizenzen für bestimmte Sendungen zu entziehen. Die FCC vergibt achtjährige Lizenzen, hat aber seit 40 Jahren keine einzige Lizenz widerrufen. Trump hatte die Behörde wiederholt unter Druck gesetzt, Sender wie ABC und NBC zu überprüfen.



