Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den argentinischen Profi Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon wegen diskriminierenden Verhaltens für insgesamt sechs Spiele gesperrt. Wie der Verband am Freitag mitteilte, wurden drei dieser Partien für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Ein Spiel Sperre hat der 20-Jährige bereits verbüßt, da er im Rückspiel des Champions-League-Playoffs gegen Real Madrid nicht eingesetzt werden durfte.
Hintergrund der Sperre
Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA verhängte die Strafe nach Rassismus-Vorwürfen, die im Rahmen des Playoff-Hinspiels zwischen Benfica und Real Madrid Mitte Februar aufgekommen waren. Prestianni soll Real-Starstürmer Vinicius Junior rassistisch beleidigt haben, nachdem dieser nach seinem Führungstreffer provokant gejubelt hatte. Der Argentinier wies die Anschuldigungen umgehend zurück und betonte auf Instagram: „Ich war niemals gegenüber irgendjemandem rassistisch.“
Strafmaß und Bewährung
Das nun ausgesprochene Strafmaß bezieht sich auf Spiele in UEFA-Klubwettbewerben sowie auf Länderspiele, die von der UEFA organisiert werden. Drei der sechs Partien wurden auf Bewährung ausgesetzt, was bedeutet, dass Prestianni bei weiteren Verstößen innerhalb von zwei Jahren mit einer vollständigen Sperre rechnen müsste. Bereits im Rückspiel in Madrid, das Real für das Achtelfinale qualifizierte, war der Rechtsaußen nicht im Kader.
Reaktionen und Folgen
Benfica-Trainer José Mourinho hatte Anfang März erklärt, Prestianni nicht mehr einsetzen zu wollen, falls sich die Vorwürfe nach der UEFA-Untersuchung bewahrheiten. Dennoch griff Mourinho in der portugiesischen Liga zuletzt wieder auf den Flügelspieler zurück. Der Verein aus Lissabon hatte gegen die Sperre für das Rückspiel protestiert, jedoch ohne Erfolg. Die UEFA betonte, dass diskriminierendes Verhalten nicht toleriert werde und die Strafe ein klares Signal setzen solle.



