Ukrainische Drohnenangriffe: Tote und Verletzte auf der Krim
Ukrainische Drohnenangriffe: Tote und Verletzte auf Krim

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind in der Stadt Sewastopol mindestens ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden. Der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, bezeichnete die Attacke als eine der schwersten überhaupt. Es entstanden Schäden an 34 Wohnblöcken in verschiedenen Stadtteilen. Die in Sewastopol stationierte russische Schwarzmeerflotte, die Flugabwehr und mobile Gruppen hätten insgesamt 71 Flugobjekte abgeschossen, so Raswoschajew.

Schäden an Wohnhäusern und Krankenhaus

Neben den Wohnblöcken wurden auch Einfamilienhäuser und Autos beschädigt. Durch Trümmer abgeschossener Drohnen kam es vereinzelt zu Bränden. Die Oberleitung einer Bahnstrecke wurde beschädigt, weshalb der Gouverneur mögliche Verspätungen bei Nahverkehrszügen ankündigte. In einem Krankenhaus gab es ebenfalls Schäden und einen Verletzten; die kardiologische Abteilung wurde von Trümmern einer abgeschossenen Drohne getroffen.

Russland hatte die Krim bereits 2014 annektiert und nutzt sie auch für Angriffe gegen die Ukraine in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg. Die Ukraine wehrt sich immer wieder mit Gegenangriffen auf russische Ziele.

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Verletzte in Düngemittelwerk im Gebiet Wologda

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von mehr als 203 ukrainischen Drohnen. Zu Schäden infolge von Treffern machte die Behörde wie üblich keine Angaben. Im russischen Gebiet Wologda berichtete Gouverneur Georgi Filimonow von fünf Verletzten nach einem Drohnenangriff auf das Werk Apatit, einen der größten Düngemittelproduzenten Russlands. Durch den Angriff wurde eine Hochdruckleitung mit Schwefelsäure beschädigt, fünf Menschen erlitten Verätzungen. „Luftmessungen zeigten keine Überschreitung der Grenzwerte“, sagte Filimonow. Das Werk in Tscherepowez liegt mehr als 500 Kilometer nördlich von Moskau.

Angriffe auf Industrieanlagen

Auch im Gebiet Jaroslawl gab es laut Behörden massive ukrainische Drohnenangriffe. In sozialen Netzwerken berichteten Anwohner von Explosionen und Bränden. Ziel sei die große Ölraffinerie in Jaroslawl gewesen. Russland nimmt nicht nur durch seinen Öl-Export, sondern auch mit den Ausfuhren von Düngemitteln für die Kriegswirtschaft Milliarden ein. Die Ukraine will mit den Gegenangriffen auf russische Industrieanlagen der Wirtschaft des Landes maximale Schäden zuführen.

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