Vandalismus in Woldegk: Historisches Kirchenfenster aus 15. Jahrhundert mit Steinwurf zerstört
In der mecklenburgischen Gemeinde Woldegk ist es am Ostersamstag, dem 4. April 2026, zu einem besonders schwerwiegenden Fall von Vandalismus gekommen. Unbekannte Täter haben ein wertvolles Blei-Glasfenster der historischen St. Petri Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit einem Steinwurf beschädigt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht dringend nach Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können.
Zeitfenster und Schadenshöhe
Nach aktuellen Ermittlungen der Polizei erfolgte der Steinwurf zwischen 15 Uhr und 19 Uhr am Ostersamstag. Die Täter zerstörten dabei eine der historischen Fensterscheiben, die nicht nur kulturell bedeutsam, sondern auch von hohem materiellen Wert ist. Der entstandene Sachschaden wird von den Behörden auf rund 6000 Euro geschätzt, was die Ernsthaftigkeit der Tat unterstreicht.
Polizeiliche Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizei hat wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung die Ermittlungen aufgenommen. In diesem Zusammenhang appelliert sie an die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen, die im genannten Zeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Informationen besitzen, werden gebeten, sich zu melden. Kontaktmöglichkeiten sind das Polizeirevier Friedland unter der Rufnummer 039601/300-224, die Onlinewache der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern oder jede andere Polizeidienststelle in der Region.
Kulturelle und historische Bedeutung
Die St. Petri Kirche in Woldegk ist ein bedeutendes Baudenkmal, dessen historische Fenster aus dem 15. Jahrhundert stammen. Solche Kunstwerke sind nicht nur religiöse Symbole, sondern auch wichtige Zeugnisse der regionalen Geschichte und Handwerkskunst. Die Zerstörung eines solchen Fensters stellt daher nicht nur einen materiellen, sondern auch einen kulturellen Verlust dar, der über den finanziellen Schaden hinausgeht.
Die Polizei betont, dass jede noch so kleine Information hilfreich sein kann, um die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Die Gemeinde und die Kirchengemeinde hoffen auf eine schnelle Aufklärung des Falls, um weitere derartige Vorfälle zu verhindern und das historische Erbe zu schützen.



