Vermisster Backpacker aus Niedersachsen nach vier Jahren für tot erklärt: Leiche auf Teneriffa gefunden
Vermisster Backpacker nach vier Jahren für tot erklärt

Vermisster Backpacker aus Niedersachsen nach vier Jahren für tot erklärt: Leiche auf Teneriffa gefunden

Nach mehr als vier Jahren der Ungewissheit steht nun das traurige Schicksal eines jungen Mannes aus Niedersachsen fest, der seit dem Sommer 2022 auf den kanarischen Inseln vermisst wurde. Der damals 23-jährige Backpacker ist auf der Insel Teneriffa tödlich verunglückt, wie die spanischen Behörden bestätigt haben.

Leichenfund in abgelegener Schlucht

Die Leiche des Vermissten wurde in einer schwer zugänglichen Schlucht auf Teneriffa von einem Jäger entdeckt. Dies teilte der Anwalt der Familie mit, nachdem die spanischen Behörden die Information an die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg übermittelt hatten. Zuvor hatte bereits die Lokalzeitung „Die Harke“ über den Fund berichtet und sich dabei auf einen Instagram-Post der Familie bezogen.

In diesem emotionalen Post schrieb die Familie: „Die Ungewissheit hat uns viel Kraft gekostet. Nun haben wir Gewissheit und können beginnen, Abschied zu nehmen.“ Die Angehörigen dankten allen, die bei der Suche geholfen oder ihnen in dieser schweren Zeit beigestanden hatten, und baten um Respekt für ihre Privatsphäre.

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Chronologie des tragischen Falls

Der junge Mann war am 4. August 2022 für einen Backpacking-Urlaub auf die spanische Insel Gran Canaria gereist, als der Kontakt zu ihm plötzlich abbrach. Auswertungen seiner Telefondaten ergaben später, dass er sich zuletzt an der Ostküste der Nachbarinsel Teneriffa aufgehalten hatte. Der Vermisstenfall war so bedeutsam, dass ihn sogar die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ im September 2022 thematisierte.

Interessanterweise wurde die Leiche bereits am 5. Februar 2025 gefunden, wie die spanischen Behörden mitteilten. Die eindeutige Identifizierung erfolgte jedoch erst durch eine aufwändige DNA-Untersuchung, wie aus einer Mitteilung der Anwaltskanzlei Hilgartner Funk hervorgeht. Der Leichnam wies Brandspuren auf, was darauf hindeutet, dass er bereits während der schweren Waldbrände im August 2023 in dem Gebiet gelegen haben muss.

Forensische Untersuchung klärt Todesumstände

Eine gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass der junge Mann wahrscheinlich kurz nach dem letzten Kontakt mit seinen Angehörigen in dem unwegsamen Gelände gestürzt ist und dabei tödliche Verletzungen erlitten hat. Bei der forensischen Leichenschau wurde ein Verletzungsbild festgestellt, das mit einem Sturz vereinbar ist. Nach Angaben der spanischen Behörden gab es keine Hinweise auf Fremdverschulden, was die Theorie eines tragischen Wanderunfalls stützt.

Dieser Fall unterstreicht die Risiken, die mit abenteuerlichen Wanderungen in abgelegenen Gebieten verbunden sein können, und zeigt gleichzeitig die langwierigen Prozesse bei der Aufklärung internationaler Vermisstenfälle. Für die Familie bedeutet die Gewissheit nach vier Jahren des Wartens nun zumindest die Möglichkeit eines würdevollen Abschieds.

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