Ermittlungen eingestellt: Verschwundene Polizei-Dienstwaffe Glock 46 bleibt unauffindbar
Im Fall einer verschwundenen Dienstwaffe bei der Polizei in Sachsen-Anhalt hat die Staatsanwaltschaft Magdeburg das Ermittlungsverfahren offiziell eingestellt. Nach intensiven Ermittlungen über ein Jahr hinweg gibt es keinerlei Hinweise auf den Verbleib der Waffe. „Da hat sich keine Spur ergeben“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Magdeburg gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Keine Hinweise auf Waffe oder neuen Besitzer
Die Ermittler konnten weder die Waffe selbst noch einen Hinweis auf einen möglichen neuen Besitzer ausfindig machen. Die Dienstwaffe, eine Glock 46 mit zwei Magazinen, war bei der Polizei in Sachsen-Anhalt abhandengekommen. Vor genau einem Jahr war der Verlust der Waffe bekanntgeworden, woraufhin die Polizeiinspektion Magdeburg Anzeige wegen Unterschlagung erstattet hatte.
Verlust bei Umzug der Waffenschränke entdeckt
Der Verlust der Dienstwaffe wurde festgestellt, nachdem Waffenschränke im Herbst 2024 von einem Haus in einen anderen Neubau verlegt worden waren. Interessanterweise war die Waffe bei einer Waffeninspektion im Februar 2024 noch vorhanden gewesen. Die Glock 46 war einer Polizeibeamtin zugeordnet, die diese in ihrer damaligen Funktion nicht täglich benötigte.
Disziplinarverfahren läuft weiter
Während die strafrechtlichen Ermittlungen nun eingestellt wurden, dauert das disziplinarische Verfahren in dieser Angelegenheit weiter an. Eine Sprecherin der Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass das Disziplinarverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Die Polizei in Sachsen-Anhalt muss sich somit weiterhin mit den internen Konsequenzen dieses Vorfalls auseinandersetzen.
Der Fall der verschwundenen Dienstwaffe wirft Fragen zur Sicherheit und Kontrolle von Polizeiwaffen auf. Trotz umfangreicher Ermittlungen bleibt das Schicksal der Glock 46 ungeklärt, was sowohl für die Polizeibehörden als auch für die Öffentlichkeit von Bedeutung ist.



