Emotionale Ausraster im Fußball: Viertliga-Profi verursacht teuren Sachschaden
In der Regionalliga Nordost sorgt ein emotionaler Torjubel für unerwartete Folgekosten. Beim Heimspiel von Carl Zeiss Jena gegen Greifswald am vergangenen Freitag entwickelte sich die späte Siegesfeier zu einer kostspieligen Angelegenheit für den Verein.
Der teure Moment der Euphorie
In der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte Carl Zeiss Jena den 2:1-Siegtreffer gegen Greifswald, was bei Spielern und Fans zu überschäumenden Emotionen führte. Trainer Volkan Uluc beschrieb die Situation später als „Eruption im Paradies“. Doch auf dem Rasen nahm die Feier eine unerwartete Wendung.
Verteidiger Sören Reddemann, der 29-jährige Abwehrchef von Carl Zeiss Jena, geriet in seinem Jubelsturm in direkten Kontakt mit einer Werbebande hinter dem Tor. In der Hitze des Moments trat der Profi mit seinem Stollenschuh gegen die Bande und beschädigte dabei ein LED-Panel nachhaltig. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 2000 Euro.
Die Reaktion des „Übeltäters“
Im Gespräch mit Medien erklärte Reddemann seine Handlung: „Es hat sich über das ganze Spiel etwas aufgestaut, was in diesem Moment einfach raus musste“. Der Fußballer beschrieb den Augenblick als emotionalen Ausbruch, in dem rationales Denken in den Hintergrund tritt. „Und da stand die Werbebande einfach ungünstig“, fügte er mit einem Grinsen hinzu.
Nach dem Spiel wurde die Situation im VIP-Bereich thematisiert, als ein Vertreter der Werbefirma Reddemann direkt ansprach und ihm das Video des Vorfalls zeigte. Bislang sind jedoch keine weiteren Schritte oder Forderungen seitens der Werbepartner bekannt geworden.
Zeitplan für die Reparatur
Bis zum nächsten Heimspiel Anfang Mai gegen den BFC Dynamo soll das beschädigte LED-Panel ersetzt werden, damit die Werbeeinblendungen wieder einwandfrei zu sehen sind. Reddemann versprach: „Und dann lasse ich das Teil auch in Ruhe. Versprochen“.
Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie emotionale Momente im Profifußball ungeahnte Konsequenzen haben können. Während Carl Zeiss Jena weiter um den Aufstieg in die 3. Liga kämpft, bleibt diese teure Jubelszene als kurioses Kapitel in der Saisongeschichte erhalten.



