St. Pauli verpasst Sieg gegen Köln: Kapitän Irvine bleibt trotzdem zuversichtlich
St. Pauli verpasst Sieg: Irvine bleibt zuversichtlich

St. Pauli verpasst verdienten Sieg in letzter Minute

Es hätte ein perfekter Abend werden können für den FC St. Pauli. Kurz vor dem Schlusspfiff begann auf dem Dom neben dem Millerntorstadion bereits das Feuerwerk, doch die Party-Stimmung bei den Kiezkickern verglühte vorzeitig. In der 86. Minute kassierte die Mannschaft durch einen unnötigen Elfmeter den 1:1-Endstand gegen den 1. FC Köln.

Bittersüßer Abend für Karol Mets

Die Geschichte des Abends verkörpert Verteidiger Karol Mets auf tragische Weise. In seinem 89. Pflichtspiel für St. Pauli erzielte er sein erstes Tor überhaupt für den Verein, nur um Minuten später durch eine unnötige Grätsche gegen Jakub Kaminski den entscheidenden Elfmeter zu verursachen. Luca Waldschmidt verwandelte sicher zum 1:1. „Ein bittersüßer Abend“, kommentierte Mets selbst die widersprüchlichen Ereignisse.

Trainer Alexander Blessin zeigte Verständnis für seinen Spieler: „Das war unnötig, das weiß auch Karol. Er ist ein Krieger, hat eine lange Leidenszeit mit schweren Verletzungen hinter sich. Aber das wirft ihn nicht um, er ist ein positiver Typ.“ Dennoch schmerzte der verlorene Punkt, denn statistisch gesehen hätte St. Pauli den siebten Saisonsieg verdient gehabt.

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Chancenverwertung bleibt Problem

Die bekannte Schwäche der St. Paulianer zeigte sich erneut: Die Chancenverwertung. Andréas Hountondji vergab zwei Mega-Möglichkeiten in der 10. und 33. Minute. Insgesamt kommt das Team in dieser Saison auf lediglich 26 Treffer – eine Bilanz, die nicht für die Bundesliga-Klasse spricht. Für die xGoals-Werte (2,26:1,51 gegen Köln) gibt es bekanntlich keine Punkte, wie Blessin nach dem Spiel betonte.

Interessant ist die statistische Analyse des Spiels: Bei Zweikämpfen (42:58 Prozent), Ballbesitz (48:52 Prozent) und Fehlpassquote (20:18 Prozent) war St. Pauli deutlich unterlegen. Dennoch wirkte die Blessin-Elf über weite Strecken dominant und kontrollierte das Spielgeschehen – nur die Effektivität fehlte erneut.

Irvine mit klarer Vier-Siege-Ansage

Kapitän Jackson Irvine kehrte nach seiner abgebrummten Gelb-Rot-Sperre zurück und übernahm den Platz von Joel Fujita, der seine fünfte Gelbe Karte kassiert hatte. Der 33-jährige Australier blickte trotz des enttäuschenden Ergebnisses nach vorn: „Wir sind dazu in der Lage, diese Spiele alle zu gewinnen. Wir haben es in der Hand. Wir entscheiden über unser Schicksal. Das Ergebnis heute war nicht gut, aber die Performance.“

Die letzten vier Gegner der Saison heißen Heidenheim, Mainz, Leipzig und Wolfsburg – eine anspruchsvolle Aufgabenliste. Verteidiger Hauke Wahl forderte: „Wir müssen so auftreten wie heute.“ Die direkte Rettung ist nach dem Unentschieden allerdings in weite Ferne gerückt. Im schlechtesten Fall könnte St. Pauli am Ende des Spieltages als Tabellen-16. fünf Punkte Rückstand auf Platz 15 haben.

Personelle Verstärkung in Sicht

Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Gegen Heidenheim am 25. April (15.30 Uhr) kehren neben Joel Fujita nach Gelbsperre auch Abwehr-Boss Eric Smith nach seiner Wadenverletzung zurück. Diese personelle Verstärkung könnte im Abstiegskampf entscheidend sein.

Trainer Blessin bleibt pragmatisch: „Jetzt müssen wir sehen, dass wir die Punkte woanders holen.“ Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Zuversicht von Kapitän Irvine berechtigt ist und ob St. Pauli tatsächlich „dazu in der Lage“ ist, alle verbleibenden Spiele zu gewinnen und den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

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