Historischer Pokalsieg: Matarazzo führt Real Sociedad zum Copa-del-Rey-Triumph
Matarazzo: Real Sociedad gewinnt Copa del Rey im Elfmeterschießen

Dramatisches Elfmeterschießen beschert Real Sociedad den Pokalsieg

In einem atemberaubenden Finale der Copa del Rey hat Real Sociedad de San Sebastián am Samstagabend im Olympiastadion von Sevilla den spanischen Pokal gewonnen. Das Team aus dem Baskenland setzte sich gegen Atlético Madrid mit 4:3 im Elfmeterschießen durch, nachdem es nach 120 Minuten 2:2 (2:2, 2:1) gestanden hatte. Torwart Unai Marrero wurde zum Matchwinner, indem er zwei Strafstöße der Madrilenen parierte und damit den vierten Pokalerfolg in der Vereinsgeschichte sicherte.

Matarazzo schreibt Trainergeschichte

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Pellegrino Matarazzo führte Real Sociedad zu diesem triumphalen Erfolg und markierte damit einen persönlichen Meilenstein. Der US-Amerikaner ist der erste Trainer aus den Vereinigten Staaten, der einen Titel in einer der europäischen Top-5-Ligen gewinnt. Für Matarazzo, der zuvor die TSG Hoffenheim und den VfB Stuttgart in der Bundesliga betreute, ist es der erste Titel als Chefcoach überhaupt. Er hatte den Job in San Sebastián kurz vor dem Jahreswechsel angetreten und wird von Ex-Bundesligaprofi Ömer Toprak als Co-Trainer unterstützt.

Rekordstart und emotionale Achterbahnfahrt

Das Finale begann mit einem Paukenschlag: Ander Barrenetxea erzielte bereits nach nur 14 Sekunden per Kopf das schnellste Finaltor in der über hundertjährigen Geschichte der Copa del Rey. Der bisherige Rekord aus dem Jahr 1952 lag bei 17 Sekunden. Atlético Madrid, das sich nur vier Tage zuvor im spanischen Duell mit dem FC Barcelona für das Halbfinale der Champions League qualifiziert hatte, glich durch den früheren Leipziger Ademola Lookman in der 19. Minute aus. Kurz vor der Pause gelang Kapitän Mikel Oyarzabal per Foulelfmeter jedoch die erneute Führung für Real Sociedad.

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In der zweiten Halbzeit überrannte Atlético die zusehends erschöpften Basken, die phasenweise nicht mehr kontrolliert aus der eigenen Hälfte herauskamen. Der erlösende Schlusspfiff schien zum Greifen nah, doch der argentinische Weltmeister Julian Alvarez traf in der 83. Minute sehenswert zum Ausgleich. Die folgende Verlängerung entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, ehe die Entscheidung schließlich vom Punkt fallen musste.

Historische Bedeutung des Sieges

Für Real Sociedad ist dies der erste Pokalsieg seit 2020, als der Titel während der Coronapandemie errungen wurde. Davor hatte der Club 1987 und 1909 triumphiert. Atlético Madrid, bereits zehnmal Pokalsieger, wartet nun seit 2013 auf den nächsten Triumph in diesem Wettbewerb. Der Sieg festigt Matarazzos Platz in der Klubgeschichte von La Real und unterstreicht die wachsende internationale Bedeutung amerikanischer Trainer im europäischen Spitzenfußball.

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