Masters in Augusta: McIlroy verliert klare Führung - Spannender Finaltag erwartet
Masters: McIlroy verliert Führung - Finaltag offen

Masters in Augusta: McIlroy verliert klare Führung - Spannender Finaltag erwartet

Beim prestigeträchtigen Masters-Turnier in Augusta hat Titelverteidiger Rory McIlroy am dritten Tag seine klare Führung verspielt. Der nordirische Golf-Star geht nun gleichauf mit dem US-Amerikaner Cameron Young in den entscheidenden Schlusstag. Nach überragenden Leistungen an den ersten beiden Tagen gelang McIlroy an Tag drei nur eine enttäuschende 73er-Runde.

Historische Führung schmilzt dahin

McIlroy hatte nach der Halbzeit des Turniers noch mit sechs Schlägen Vorsprung geführt - die größte Führung nach zwei Tagen in der gesamten Masters-Geschichte. Doch am Samstag zeigte der 36-Jährige ungeahnte Schwächen. Er landete mehrfach in den Bäumen und sogar im Wasser, was zu kostbaren Strafschlägen führte.

Der Titelverteidiger startete direkt mit einem Bogey und hatte besonders an Loch elf massive Probleme. Dort unterlief ihm ein Ausflug ins Wasser, der zu einem verheerenden Doppelbogey führte. „Viele Jungs haben morgen eine Chance“, kommentierte McIlroy nach seiner Runde. „Ich weiß, dass ich besser spielen muss, wenn ich gewinnen will. Heute lief es nicht so richtig.“

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Young und Scheffler holen dramatisch auf

Während McIlroy kämpfte, zeigten seine Kontrahenten starke Leistungen. Cameron Young spielte sich mit einer soliden Runde an die Spitze und liegt nun gemeinsam mit McIlroy bei elf Schlägen unter Par. Nur einen Schlag dahinter folgt dessen Landsmann Sam Burns.

Besonders beeindruckend war die Leistung von Weltranglistenerstem Scottie Scheffler. Der US-Amerikaner spielte eine überragende 65er-Runde und holte damit acht Schläge auf McIlroy auf. Scheffler liegt nun auf Platz sieben, nur noch vier Schläge von der Spitze entfernt.

Historische Momente und deutsche Abwesenheit

Ein besonderer Moment gelang dem Iren Shane Lowry, der als erster Golfer in der Masters-Geschichte sein zweites Hole-in-one bei diesem Turnier erzielte. Lowry liegt aktuell auf Platz vier und bleibt damit im Rennen um das begehrte grüne Jackett.

Bislang gelang eine Titelverteidigung beim Masters lediglich drei Legenden: Jack Nicklaus (1965/66), Nick Faldo (1989/90) und Tiger Woods (2001/02). McIlroy könnte aus diesem exklusiven Trio am Sonntag ein Quartett machen, wenn er sich im Finaltag behauptet.

Deutsche Golfer waren in diesem Jahr nicht vertreten, nachdem sich Ex-Champion Bernhard Langer im vergangenen Jahr aus Altersgründen verabschiedet hatte. Auch Tiger Woods fehlte nach seinem jüngsten Autounfall. Damit konzentriert sich die Aufmerksamkeit vollständig auf das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze.

Der Kampf um das grüne Jackett ist nach McIlroys Einbruch wieder völlig offen. Mit gleich vier Spielern innerhalb von nur zwei Schlägen an der Spitze verspricht der Finaltag am Sonntag ein dramatisches und unberechenbares Duell zu werden.

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