Fat Cat schließt: München verliert 200 Kreativräume – Musiker in Not
In München verschwindet ein bedeutender Ort für die Kulturszene: Das Fat Cat im Alten Gasteig schließt seine Türen, wodurch rund 200 Proberäume für Musiker und Kreative wegfallen. Die Zwischennutzung des Gebäudes endet aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten, was viele Kulturschaffende vor existenzielle Probleme stellt.
Ein Desaster für die Münchner Musikszene
Musikerin Caro Kelley hat ihren Proberaum im Fat Cat liebevoll nach ihren Vorstellungen eingerichtet. „Das hier ist der beste Raum, den ich je hatte – und jetzt verschwindet er“, erklärt sie mit Bedauern. Ihre Worte spiegeln die Stimmung vieler Künstler wider, die nun ungewiss in die Zukunft blicken. Die Schließung trifft die Szene in einer Stadt, die ohnehin unter einem akuten Mangel an bezahlbaren Proberäumen leidet.
Die Suche nach Alternativen gestaltet sich schwierig
Betreiber und Musiker berichten unisono von den Herausforderungen, die mit dem Verlust des Fat Cat einhergehen. Die meisten Künstler wissen derzeit nicht, wo sie in München künftig proben können, da alternative Räume rar und oft unerschwinglich sind. Die Situation offenbart ein strukturelles Problem: München als Kulturmetropole bietet zu wenig Raum für die Entfaltung kreativer Talente.
Was die Szene jetzt braucht
Experten fordern dringend Lösungen, um die Lücke zu schließen. Notwendig sind:
- Mehr öffentlich geförderte Proberäume
- Langfristige Nutzungskonzepte für leerstehende Gebäude
- Finanzielle Unterstützung für unabhängige Künstler



