Wetterextreme verursachen Millionenschaden in Sachsen-Anhalt
Wetterextreme: Millionenschaden in Sachsen-Anhalt

Wetterextreme verursachen Millionenschaden in Sachsen-Anhalt

Die zunehmenden Wetterextreme haben im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt hohe finanzielle Schäden verursacht. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) entstanden allein durch Starkregen und Überschwemmungen rund 2.000 Schadensfälle mit einem Gesamtvolumen von sechs Millionen Euro. Hinzu kamen etwa 13.000 Schäden durch Sturm und Hagel, die Kosten von 22 Millionen Euro verursachten. Insgesamt beliefen sich die Schäden durch Naturgefahren in der Sachversicherung auf rund 28 Millionen Euro im Bundesland.

Nur jeder zweite Hausbesitzer ist ausreichend geschützt

Der GDV betont, dass lediglich 53 Prozent der Wohngebäude in Sachsen-Anhalt über eine Elementarschadenversicherung verfügen. Diese deckt Schäden durch Überschwemmungen, Rückstau, Erdrutsche oder Schneedruck ab. Ohne diesen Zusatzschutz müssen Hausbesitzer bei solchen Ereignissen oft selbst für die Reparaturkosten aufkommen. Die durchschnittliche Schadenshöhe bei Elementargefahren lag im Land bei 2.400 Euro, während Sturm- und Hagelschäden im Schnitt mit 1.600 Euro zu Buche schlugen.

Bundesweite Schäden in Milliardenhöhe

Bundesweit summierten sich die versicherten Schäden durch Naturgefahren im Jahr 2025 auf rund 1,4 Milliarden Euro. Der GDV warnt jedoch davor, aus einem vergleichsweise ruhigen Jahr einen Trend abzuleiten. Die Schäden schwankten von Jahr zu Jahr erheblich, sodass längerfristige Betrachtungen notwendig seien. Experten empfehlen Hausbesitzern, ihre Versicherungspolicen regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls um eine Elementarschadenabsicherung zu ergänzen.

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Hintergrund: Elementarschadenversicherung

Die Elementarschadenversicherung ist eine optionale Erweiterung der Wohngebäudeversicherung. Sie greift bei Schäden durch Naturgewalten wie Überschwemmungen, Erdbeben, Lawinen oder Vulkanausbrüche. In Deutschland ist der Abschluss nicht verpflichtend, was zu einer vergleichsweise niedrigen Durchdringung führt. Besonders in Hochwasserrisikogebieten ist der Schutz jedoch empfehlenswert.

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