Geht die Serie von Brandstiftungen in Waldgebieten südöstlich von München weiter? Ein Vorfall am Freitagmorgen deutet darauf hin. In einem Waldstück südwestlich von Neukeferloh im Landkreis München brach ein Feuer aus. Die Freiwillige Feuerwehr Grasbrunn rückte an und löschte die Flammen. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus.
Spaziergänger entdeckt Rauch
Ein 45-jähriger Spaziergänger bemerkte am Freitag gegen 9:15 Uhr Brandgeruch und sah Rauch aufsteigen. Er alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr Grasbrunn war schnell vor Ort. „Auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern stand eine Jungwaldschonung in Flammen“, berichtete Polizeisprecher Tobias Schenk am Sonntag. Der Sachschaden an der Pflanzung wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.
Spuren deuten auf Vorsatz
Brandfahnder der Kriminalpolizei untersuchten die Schonung. Ihre Erkenntnisse sprechen für vorsätzliche Brandstiftung. Die Brandstelle liegt weitab von Wander- und Ausflugsrouten. Nicht einmal ein Trampelpfad führt dorthin. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Wer hat am Freitagmorgen verdächtige Personen in der Umgebung von Grasbrunn gesehen? Hinweise nimmt das Polizeipräsidium München unter der Telefonnummer 089/29100 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Serie von Waldbränden seit Jahren
Bereits seit 2017 kommt es in Waldgebieten südöstlich von München auffällig häufig zu Bränden. Zuletzt brannte es im Juni des Vorjahres. Auch damals ging die Polizei von Brandstiftung aus. Betroffen war eine Waldschonung zwischen der Putzbrunner Straße und dem Solalindner Weg. Eine Frau hatte mittags Brandgeruch wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Ein ehemaliger Feuerwehrmann aus der Gegend wurde festgenommen und Anfang 2016 wegen Brandstiftung angeklagt.



