Französischer Zoll entdeckt 1,1 Tonnen Kokain in Blumenerde-Lkw – 75,5 Millionen Euro Wert
In einem spektakulären Fund hat der französische Zoll bei der Kontrolle eines Lastwagens, der mit Blumenerde beladen war, mehr als 1,1 Tonnen Kokain entdeckt. Der Schwarzmarktwert der beschlagnahmten Drogen wird auf rund 75,5 Millionen Euro geschätzt. Der Lkw war auf dem Weg von Portugal in die Niederlande und wurde an einer Autobahnmautstation in Vienne, südlich von Lyon, angehalten.
Bagger-Einsatz führt zu 998 versteckten Paketen
Bei der Überprüfung der 26 großen Säcke mit Blumenerde fielen den Einsatzkräften in den hinteren Säcken Unregelmäßigkeiten auf. Daraufhin schütteten sie die gesamte Ladung aus und durchsuchten die Erde mit einem Bagger. Dabei kamen 998 Pakete mit Kokain zum Vorschein. Die drei Insassen des Lastzugs wurden umgehend festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt.
Fahnder warnen vor „weißem Tsunami“ aus Kokain
Der Fund unterstreicht einen besorgniserregenden Trend im Drogenschmuggel. Kokain wird in wachsenden Mengen über Portugal, Spanien und Frankreich nach Europa geschmuggelt. Fahnder sprechen inzwischen von einem „weißen Tsunami“, der über diese Schmuggelroute Europa überschwemmt. Dieser Fall reiht sich ein in eine Serie großer Drogenfunde in Frankreich, wie etwa den Zugriff bei Bordeaux mit 1,3 Tonnen Kokain oder die Beschlagnahme eines Bootes vor Madeira mit 2,4 Tonnen.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um die Hintergründe des Schmuggels aufzuklären und mögliche Netzwerke zu zerschlagen. Der französische Zoll betont die Bedeutung solcher Kontrollen im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel.



