Annett Möller nach RTL-Aus: Moderatorin spricht Klartext über Kündigung und Zukunft
Für Annett Möller ist eine Ära bei den RTL-Morgenmagazinen zu Ende gegangen. Ihr Vertrag als Moderatorin wurde im Zuge einer umfangreichen Umstrukturierung des Privatsenders nicht verlängert. Nun äußert sich die 47-Jährige öffentlich zu diesem beruflichen Einschnitt und gibt Einblicke in ihre persönliche Verarbeitung sowie ihre beruflichen Perspektiven.
Das Ende einer TV-Ära bei RTL
Bereits im Januar erhielt Annett Möller die Nachricht, dass ihre Formate "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8" eingestellt werden. Diese müssen dem neuen Morgenmagazin "Deutschland am Morgen" weichen, das am 4. Mai startet. Nicht nur Möller, sondern auch ihr Kollege Simon Beeck verliert dadurch seine Sendefläche bei RTL.
Es handelt sich nicht um den ersten Abschied der Moderatorin von dem Kölner Sender. Bereits 2017 verließ sie RTL freiwillig, kehrte jedoch 2022 nach einem Intermezzo bei Sat.1 zurück. Diesmal erfolgte die Trennung jedoch nicht aus eigenem Antrieb, sondern wurde durch die strategischen Entscheidungen des Senders erzwungen.
Persönliche Verarbeitung und Selbstfürsorge
Die Kündigung löste bei Annett Möller "traurige Phasen" aus, wie sie in einem Instagram-Clip bekannte. Die Moderatorin gestand offen, mit den emotionalen Auswirkungen des Jobverlustes zu kämpfen. Statt sich jedoch in negativen Gefühlen zu verlieren, konzentrierte sie sich bewusst auf Selbstfürsorge.
"Ich habe viel meditiert, hab mich mit meinem inneren Kind beschäftigt und mit meinen Triggern", erklärte Möller. Diese Herangehensweise spiegelt ihre persönliche Entwicklung wider, denn die TV-Persönlichkeit litt jahrelang unter einer Angststörung, die sie mittlerweile erfolgreich bewältigt hat.
Neue berufliche Perspektiven als Coach
Glücklicherweise steht Annett Möller nicht ohne Alternativen da. Bereits vor fünf Jahren begann sie, sich parallel zu ihrer TV-Karriere als systemischer Business-Coach und Keynote-Speaker zu etablieren. Diese zweite Karriere erweist sich nun als wertvolles Standbein.
"Das tolle ist, dass ich das, was ich meinen Klientinnen und Klienten mitgebe im Umgang mit Stress, Druck, inneren Ängsten und Blockaden, auch für mich anwenden kann und ich sehe: Es funktioniert", so die zertifizierte Coachin. Ihre eigenen Erfahrungen mit mentalen Herausforderungen qualifizieren sie besonders für die Unterstützung von Unternehmen und Einzelpersonen in schwierigen Situationen.
Versöhnlicher Abschied von RTL-Kollegen
Trotz der Enttäuschung über das Ende ihrer Sendungen hegt Annett Möller keinen Groll gegen den Sender oder ihre ehemaligen Kollegen. Sie betont vielmehr ihre Freude für jene Moderatoren, die weiterhin bei RTL arbeiten dürfen – sei es bei "Punkt 12" oder dem neuen Format "Deutschland am Morgen".
Besonders herzliche Worte richtet sie an Wegbegleiter wie Angela Finger-Erben und Jan Malte Andresen. "Von daher freue ich mich ganz doll für alle, die weitermachen dürfen und feiere die Kollegen und freue mich wahnsinnig für sie – und freue mich auf das, was bei mir alles so kommen wird", erklärt die Moderatorin versöhnlich.
Ausblick in die Zukunft
Annett Möller blickt trotz des beruflichen Rückschlags optimistisch nach vorn. Statt an der Vergangenheit festzuhalten, konzentriert sie sich auf ihre Coaching-Tätigkeit und neue berufliche Möglichkeiten. Ihre persönliche Resilienz und berufliche Diversifizierung ermöglichen es ihr, diese berufliche Zäsur konstruktiv zu nutzen.
Die Moderatorin demonstriert damit nicht nur professionelle Gelassenheit, sondern auch die praktische Anwendbarkeit ihrer eigenen Coaching-Methoden. Während eine TV-Ära endet, beginnt für Annett Möller gleichzeitig ein neues Kapitel ihrer beruflichen Laufbahn.



