Bares für Rares: Historische Schaufensterpuppen als spektakulärer Dachbodenfund
Die beliebte ZDF-Sendung Bares für Rares präsentierte am Donnerstag, dem 2. April 2026, erneut faszinierende Raritäten mit außergewöhnlichen Geschichten. Moderator Horst Lichter führte durch eine Folge voller skurriler und denkwürdiger Fundstücke, wobei ein besonderer Dachbodenfund aus Telgte bei Münster im Mittelpunkt stand.
Schaufensterpuppen mit bewegter Vergangenheit
Stefan (63) aus Telgte brachte zwei männliche Schaufensterpuppen ins Pulheimer Walzwerk, die er über zwei Jahrzehnte aufbewahrt hatte. Die Figuren stammten ursprünglich aus einem geschlossenen Herrenausstatterladen und waren vor der Entsorgung gerettet worden. Experte Detlev Kümmel erkannte sofort den historischen Wert der ungewöhnlichen Stücke.
Die Puppen wiesen einen interessanten Materialmix auf:
- Die Gelenkarme aus Buchenholz trugen den Stempel D.R.G.M. (Deutsches Reichsgebrauchsmuster), was auf eine Herstellung zwischen 1891 und 1945 hindeutet.
- Torso und Beine bestanden aus frühem Kunststoff mit dem Vermerk Made in West Germany aus den 1950er-Jahren.
Besonders auffällig war eine Figur, deren Frisur und Schnurrbart stark an Hollywood-Star Clark Gable erinnerten. Der exzellente Erhaltungszustand überraschte, da vergleichbare historische Puppen häufig stark beschädigt sind.
Überraschende Wertsteigerung bei der Versteigerung
Stefan hatte ursprünglich mit 100 bis 150 Euro pro Puppe gerechnet, doch die Expertenbewertung übertraf alle Erwartungen. Detlev Kümmel taxierte den Wert auf 300 bis 400 Euro pro Figur. Im Händlerraum eröffnete Christian Vechtel das Bietergefecht mit 100 Euro und erhielt schließlich den Zuschlag für 400 Euro. Ein Dachbodenfund, der sich als äußerst lukrativ erwies.
Weitere Highlights der Sendung vom 2. April 2026
Neben den Schaufensterpuppen präsentierte die Sendung weitere bemerkenswerte Raritäten:
- Andachtsbild: Mustafa und Mergim aus Sinzig/Bad Breisig entdeckten einen Holzschnitt der Schwarzen Madonna von Einsiedeln aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Experte Colmar Schulte-Goltz schätzte den Wert auf 180 bis 250 Euro.
- Art-déco-Puderdose: Agnes aus Kleve zeigte eine silberne Puderdose von Leroy et Fils mit Goldauflage und Rubin-Cabochons aus den 1930er-Jahren. Wendela Horz taxierte das Stück auf etwa 1.000 Euro.
- Bronzeplastik: Angela und Katharina aus Haltern präsentierten eine Bronzeplastik „Ritter im Lanzenkampf“ von Albert Hinrich Hussmann (1900-1919). Colmar Schulte-Goltz bewertete das Werk mit 1.700 bis 2.000 Euro.
- Goldschmuck-Set: Roswitha und Manuela aus Kempen brachten ein Set aus Ring und Brosche aus 585er-Gold mit Turmalinen und Diamanten der 1950er-Jahre. Wendela Horz schätzte den Wert auf 1.000 bis 1.200 Euro.
Die vollständigen Versteigerungsergebnisse waren in der Sendung Bares für Rares um 15:05 Uhr im ZDF zu sehen. Die Sendung bleibt eine feste Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und begeistert regelmäßig mit außergewöhnlichen Fundstücken und ihren spannenden Geschichten.



