Howard Carpendale sauer: Witz in „heute-show“ sorgt für Beef mit Oliver Welke
Carpendale vs. Welke: Witz über Konzertbesucher sorgt für Ärger

Schlagersänger Howard Carpendale ist erzürnt über einen Witz, den Oliver Welke in der ZDF-Satiresendung „heute-show“ erzählt hat. Der 80-jährige Musiker verlangt nun eine öffentliche Entschuldigung von dem Moderator und kritisiert dessen Aussagen scharf.

Der Witz, der für Aufregung sorgt

Am Freitag, dem 24. April, fragte Oliver Welke in der „heute-show“: „Was hat hundert Beine und riecht nach Urin? – Die erste Reihe im Howard-Carpendale-Konzert.“ Während das Studiopublikum lachte, zeigte sich Carpendale alles andere als amüsiert. In einem Instagram-Video wandte er sich direkt an Welke: „Oliver Welke. Ich heiße Howard Carpendale, und ich bin ein bisschen enttäuscht. Ich hätte nie gedacht, dass du diese Tendenzen hast, Menschen anzumachen, die sich gar nicht wehren können.“ Weiter fragte er: „Sag mal, spinnst du?“

Carpendale verteidigt seine Fans

Der Sänger stellte klar, dass er den Witz für „asi-mäßig“ und „unglaublich“ halte. Er betonte, dass seine Konzertbesucher „sehr feine Leute“ seien: „Ich hatte 150.000 Menschen bei meinen Konzerten in den letzten vier Wochen, und das sind sehr feine Leute. Komm’ mal vorbei und ich bringe dir bei, was Empathie heißt.“ Zudem forderte er Welke auf, sich zu entschuldigen, andernfalls gebe es „zwischen uns beiden gar nichts zu besprechen“.

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Welkes Reaktion: Ein schlechter Witz über KI

Oliver Welke äußerte sich gegenüber der „Bild“ zu dem Vorfall. Er erklärte, dass das Thema der Sendung Künstliche Intelligenz gewesen sei. In einem Ausschnitt erzähle ein Pflegeroboter einen flachen Witz. „Danach habe ich versucht, einen noch schlechteren draufzusetzen – hat ja auch geklappt“, so der 60-Jährige. In der Sendung sagte Welke: „Und vor allem, wichtigste Frage: Wie sicher ist mein Job? Können Roboter Comedy?“ Daraufhin wurde eine Szene aus einem Seniorenheim gezeigt, in der ein Roboter den Witz erzählt: „Was macht ein Mathematiker beim Skifahren? – Er rechnet mit Brüchen.“ Welke fand diesen Witz nicht gut und meinte, ein Pflegeroboter müsse altersgerechte Witze erzählen – wie eben jenen über Carpendale. Er betonte: „Im Übrigen war ich tatsächlich noch nie bei einem Howard-Carpendale-Konzert. Aber ich wette, dass da wohlriechende Menschen jeden Alters sitzen.“

Spaltung der Meinungen in den sozialen Medien

Unter Carpendales Instagram-Video zeigen sich die Reaktionen gespalten. Einige Nutzer unterstützen den Sänger und bezeichnen das Alters-Shaming als „unter aller Sau“. Der Ballermann-Sänger Ikke Hüftgold kommentierte ironisch: „Warum beschimpft ihr @heuteshow @zdf.de die einzige Zielgruppe, die eurem Sender geblieben ist? Beschimpft doch lieber mich.“ Ein anderer User lobte Carpendale: „Vielen Dank für deine Worte. Es ist großartig, wie du deine Meinung äußerst und dem auch Grenzen setzt. Es ist ein absolutes Unding, was Oliver Welke da geäußert hat.“ Andere hingegen sehen keinen Grund für die Aufregung. Ein Nutzer fragte: „Warum so empfindlich? So eine harsche Kritik wegen eines flachen Gags – vielleicht, weil sogar ein bisschen was Wahres dran ist? Kann heutzutage niemand mehr etwas aushalten, wenn es um seine Bubble geht?“ Ein weiterer Kommentar lautete: „Ganz ehrlich, haben wir nicht schlimmere Probleme? Satire ist nun mal Satire, oder wollen Sie die Menschen im TV mundtot machen?“

Ausblick: Keine offizielle Stellungnahme von Welke

Bislang hat Oliver Welke nicht offiziell auf Carpendales Video reagiert. Der Schlagersänger bleibt jedoch bei seiner Forderung: Ohne Entschuldigung wird es keine Versöhnung geben. Die Debatte um die Grenzen von Satire und Respekt gegenüber älteren Künstlern und deren Fans ist damit neu entfacht.

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