Netflix-Doku enthüllt: Ex-Schönheitskönigin stürzt Sektenführer als FBI-Informantin
Ex-Schönheitskönigin stürzt Sektenführer als FBI-Informantin

Netflix-Dokuserie enthüllt spektakulären Fall: Ex-Schönheitskönigin bringt Sektenführer zu Fall

True-Crime-Fans sollten sich die neue vierteilige Netflix-Dokumentation „Vertrau mir: Der falsche Prophet“ nicht entgehen lassen. Die Serie zeichnet den außergewöhnlichen Weg von Dr. Christine Marie nach – einer ehemaligen Schönheitskönigin, die zur verdeckten FBI-Informantin wurde und damit einem selbsternannten Propheten ein Ende setzte, der minderjährige Mädchen heiratete.

Vom Opfer zur Psychologin: Die bewegte Vergangenheit von Christine Marie

Dr. Christine Marie war in ihrer Jugend selbst Entfesselungskünstlerin und Schönheitskönigin, wurde jedoch auch Opfer eines Sektenführers. Nach ihrer Befreiung aus den Fängen ihres Manipulators ließ sie sich zur Psychologin ausbilden, um speziell Frauen in ähnlichen Situationen zu helfen. 2015 zog sie mit ihrem Ehemann Tolga, einem Musikvideo-Produzenten, nach Short Creek an der Grenze zwischen Arizona und Utah. Ihr Ziel war es, Mitglieder der abgeschotteten Gemeinde der „Fundamentalistischen Kirche der Heiligen der Letzten Tage“ (FLDS) zu unterstützen.

„Wir hatten gehört, es sei die abgeschiedenste und isolierteste Stadt in ganz Amerika. Aber ich fühlte mich dennoch dazu berufen, hierherzukommen und diesen Menschen zu helfen“, erklärt Christine Marie in der Dokumentation. „Wir wussten, wie gefährlich dieser Ort ist.“

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Der selbsternannte Prophet und seine Verbrechen

Nach der Verurteilung des früheren Sektenführers Warren Jeffs wegen Sexualstraftaten an Minderjährigen im Jahr 2011 war die FLDS-Gemeinde zeitweise ohne Oberhaupt. Diese Lücke füllte Sam Bateman, der sich selbst als „neuer Prophet“ bezeichnete. Der pummelige, geschiedene Durchschnittstyp mittleren Alters überredete 2019 die Sektenmitglieder, ihm ihre Töchter als Ehefrauen zu überlassen – viele davon waren minderjährig, die jüngste erst neun Jahre alt.

Um seine Botschaft zu verbreiten, ließ sich Bateman von Christine Marie und Tolga mit der Kamera begleiten. Dies ermöglichte dem Paar einen einzigartigen Einblick in die Gemeinschaft, obwohl sie zunächst als Außenseiter galten. Mit der Zeit gewannen sie jedoch das Vertrauen von Bateman und seinen 20 Ehefrauen.

Die verdeckte Ermittlung unter Lebensgefahr

Christine und Tolga erkannten bald, dass unter dem Deckmantel religiösen Eifers Sexualverbrechen an Minderjährigen begangen wurden. Christine Marie kontaktierte das FBI, doch es fehlten handfeste Beweise. Daher rekrutierte das FBI sie als verdeckte Informantin, um Beweise gegen Bateman zu sammeln. Ein Jahr lang versuchte sie unter Lebensgefahr, ihm ein Geständnis vor laufender Kamera zu entlocken, während Bateman und seine Anhänger zunehmend misstrauisch wurden.

Gerade als der Schwindel aufzufliegen drohte, führte das FBI 2022 eine Mega-Razzia in Batemans Häusern durch. Der selbsternannte Prophet wurde festgenommen und Ende 2024 zu 50 Jahren Haft verurteilt. Damit endete der Leidensweg seiner minderjährigen Ehefrauen – maßgeblich dank des Einsatzes von Christine Marie.

Außergewöhnliche Einblicke durch Originalaufnahmen

Die Netflix-Dokumentation zeigt hauptsächlich Aufnahmen aus dem Leben von Bateman und seinem Clan, die Tolga und Christine direkt filmen konnten. Diese Originalaufnahmen ermöglichen einen faszinierenden und beklemmenden Einblick in die Strukturen der Sekte und machen die Serie zu einem hochspannenden True-Crime-Erlebnis. Auch nach seiner Verhaftung kontaktiert Bateman weiterhin täglich seine verbliebenen Ehefrauen aus dem Gefängnis.

Die Geschichte von Dr. Christine Marie ist ein beeindruckendes Beispiel für Mut und Entschlossenheit im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Missbrauch unter dem Deckmantel religiöser Überzeugungen.

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