YouTube-Star als Fake-EM-Maskottchen verurteilt: 60 Tagessätze
YouTuber als falsches EM-Maskottchen verurteilt

Am Mittwoch stand der YouTuber Marvin Wildhage vor dem Amtsgericht München, weil er sich als falsches Maskottchen beim Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft in München ins Stadion geschmuggelt hatte. Der für seine Pranks bekannte Influencer musste sich wegen Urkundenfälschung und Erschleichens von Leistungen verantworten. Gegen einen zuvor erlassenen Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt, weshalb es nun zur Hauptverhandlung kam.

Mit gefälschtem Kostüm und Akkreditierung

Die Staatsanwaltschaft wirft Wildhage vor, sich im Juni 2024 beim EM-Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland mit einem gefälschten Kostüm und gefälschten Akkreditierungen unbefugt direkt am Spielfeldrand und teilweise sogar auf dem Rasen aufgehalten zu haben. Die aufwendigen Vorbereitungen und die Aktion am Eröffnungstag hielt der YouTuber in einem Video fest, das mittlerweile über 3,1 Millionen Mal angesehen wurde. Darin betont er, er habe mit seinem Streich Sicherheitslücken der UEFA aufdecken wollen.

Urteil: Geldstrafe und Einziehung von Einnahmen

Am Mittwochnachmittag fällte das Gericht das Urteil: Wildhage muss 60 Tagessätze zu je 150 Euro zahlen, also insgesamt 9.000 Euro. Zudem werden 5.400 Euro aus den mit den Videos erzielten Einnahmen eingezogen. Die Richterin begründete das Urteil mit Schuldsprüchen wegen Urkundenfälschung und Erschleichens von Leistungen und folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigerin hingegen hatte auf Freispruch plädiert, da sich Wildhage unter hohem persönlichem Einsatz um die Sicherheit der Spiele verdient gemacht habe.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram