Katrin Müller-Hohenstein: „Sagenhafte Dämlichkeit“ auf Social Media
Katrin Müller-Hohenstein: Scharfe Kritik an Social Media

Katrin Müller-Hohenstein, seit Jahren Moderatorin des ZDF-„aktuellen Sportstudios“, hat sich in der Sendung „Kölner Treff“ deutlich über soziale Medien geäußert. Die 60-Jährige, die selbst nie auf Plattformen wie Instagram oder Facebook postet, bezeichnete viele Inhalte als „sagenhafte Dämlichkeit“. Sie sieht keinen Mehrwert darin, private Momente öffentlich zu teilen, und warnt davor, das eigene Leben nur noch für die Kamera zu inszenieren.

Kein Bedürfnis nach öffentlicher Selbstdarstellung

Auf die Frage, warum sie nicht auf den Social-Media-Zug aufspringt, antwortete Müller-Hohenstein: „Was soll ich denn da posten?“ Sie habe kein Verlangen, jede Erfahrung mit einer Followerschaft zu teilen. „Ich glaube, dass viele Menschen, die sich da engagieren, unglaublich viel Zeit in ihrem Leben darauf verschwenden, etwas zu zeigen, aber es verpassen, diesen Moment auch zu erleben“, so die Moderatorin. Sie selbst rufe die Plattformen zwar beruflich auf, veröffentliche aber nie eigene Beiträge.

Schockiert über Inhalte

Ihre Einblicke in die Social-Media-Welt hätten sie eher abgeschreckt. „Ich bin von dieser sagenhaften Dämlichkeit da teilweise auch wirklich erschüttert. Was da so zu sehen ist“, erklärte Müller-Hohenstein. Sie nehme jedoch diejenigen aus, für die Instagram Teil des Geschäftsmodells sei und die wirklich etwas zu sagen hätten. Doch viele Beiträge ließen sie nur den Kopf schütteln: „Wenn ich da noch mal Spaghetti Bolognese sehe, die irgendjemand halbherzig zubereitet … ich weiß es nicht.“

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Social Media als zusätzlicher Job

Die Moderatorin betrachtet Social Media als „zusätzlichen Job“, den sie sich nicht aufbürden möchte. „Wenn du da was vernünftig machen willst, wenn du das professionell aufziehen willst, dann kostet das wahnsinnig viel [Zeit].“ Diese Zeit sei ihr nicht wert, zu investieren. „Es ist mir nicht wichtig, es ist mir egal. Und letztlich habe ich die privaten Sachen wirklich gerne für mich privat. Das gibt mir die Macht über mich selber“, so die 60-Jährige abschließend.

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