US-Late-Night-Hosts feiern Rauswurf von Trumps Ministerin Kristi Noem mit bissigen Witzen
Late-Night-Hosts witzen über Noems Rauswurf und El Salvador

Spott und Häme: US-Talkmaster feiern Noems Entlassung mit beißendem Humor

Die Entlassung von Kristi Noem als Heimatschutzministerin durch US-Präsident Donald Trump hat in den amerikanischen Late-Night-Shows eine Welle der Schadenfreude ausgelöst. Prominente Talkmaster wie Jimmy Kimmel, Stephen Colbert, Jimmy Fallon und Seth Meyers nutzten die Personalentscheidung umgehend als Vorlage für ihre bissigsten Witze und Seitenhiebe. Die 54-jährige Republikanerin, die als das Gesicht von Trumps umstrittener Einwanderungspolitik galt, musste als erste Ministerin der aktuellen Regierung ihren Posten räumen – zur sichtlichen Belustigung der Comedy-Elite.

Kimmels bissiger Verweis auf Noems El Salvador-Auftritt

Jimmy Kimmel, 58, nahm in seiner Show besonders die mutmaßlichen Gründe für Noems Rausschmiss aufs Korn. Der Moderator erinnerte daran, dass der Ministerin vor allem eine millionenschwere Werbekampagne zur Abschreckung illegaler Migration zum Verhängnis geworden war. "Trump soll besonders verärgert darüber gewesen sein, dass Noem in ihrer Aussage behauptete, er habe eine 220-Millionen-Dollar-Werbekampagne abgesegnet, in der sie in verschiedenen Outfits Einwanderer jagt und auf einem Pferd reitet", spottete Kimmel. Der Talkmaster bezog sich auf Noems umstrittenen Auftritt im März des Vorjahres, bei dem sie vor Häftlingen im Hochsicherheitsgefängnis Cecot in El Salvador posiert hatte.

Noch bissiger wurde Kimmel bei seinem nächsten Kommentar: "Wisst ihr, was das Lustigste wäre? Das Lustigste wäre, wenn sie nach El Salvador abgeschoben wird." Der Moderator, dessen Witze über Trump und dessen Regierung bereits im September zu einer kurzzeitigen Absetzung seiner Late-Night-Show geführt hatten, zeigte sich bei diesem Thema wieder in bester Spottlaune.

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Colberts zynische Anspielungen auf Noems neue Rolle

Stephen Colbert, 61, begann seine Show mit den Worten: "Lasst uns darüber sprechen, dass Kristi Noem gefeuert wurde." Obwohl die genauen Gründe noch nicht vollständig bekannt seien, wollte Colbert bereits Gewissheit haben: "Bevor wir weitere Details erfahren, möchte ich mit absoluter Gewissheit sagen: Sie ist eine Inlandsterroristin, die nach Guantanamo gehört."

Besonders zynisch kommentierte Colbert Noems Degradierung – Trump will die 54-Jährige nun als Sonderbeauftragte für "The Shield of the Americas" einsetzen, einer neuen Sicherheitsinitiative für die westliche Hemisphäre. "Klingt, als würde jemand die neue FIFA-Ministerin für Innere Sicherheit", spottete Colbert und erinnerte damit an die umstrittene Verleihung eines neu geschaffenen Friedenspreises der FIFA an Donald Trump während der WM-Auslosung im Dezember.

Fallon und Meyers ergänzen die Häme

Jimmy Fallon, 51, schlug in seiner "The Tonight Show" einen ähnlich beißenden Ton an: "Man weiß nie, was Trump denkt – entweder hält er sie für unfähig, oder er will sie zur neuen Obersten Führerin Irans machen." Noems neuer Jobtitel klinge, so Fallon unter lautem Gelächter seines Publikums, "wie ein Titel eines 'Borat'-Films."

Seth Meyers, 52, spielte indes in seinem Show-Monolog auf Kristi Noems aufwendige Garderobe und ihre kostspielige PR-Strategie an: "Was? Kristi Noem ist raus? Aber woher soll sie das Geld für all ihre wunderschönen Kostüme nehmen? Es wären doch nur noch wenige Monate gewesen, bis sie als beide Hauptdarstellerinnen in 'Wicked' auftreten sollte."

Hintergrund: Noems umstrittene Amtszeit und Nachfolge

Kristi Noem war zuletzt bei einer Senatsanhörung ins Kreuzverhör zu Todesfällen bei Einsätzen der Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden gegen Migranten genommen worden. Die teils rabiaten Einsätze hatten zu landesweiten Protesten geführt, Kritiker warfen der Regierung unter Noem vor, dabei Bürgerrechte zu verletzen. Noch Ende Januar hatte sich Trump demonstrativ hinter Noem gestellt und ihre Arbeit gelobt.

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Nun soll der Senator Markwayne Mullin auf Noem nachfolgen. Trump kündigte an: "Markwayne wird ein hervorragender Heimatschutzminister." Der neue Minister soll sich für die Sicherheit an den Grenzen einsetzen und gegen die Kriminalität durch Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung vorgehen. Während die politischen Weichen neu gestellt werden, haben die Late-Night-Hosts ihr Urteil bereits gefällt – und es fällt vernichtend aus für die geschasste Ministerin.