Martenstein kritisiert ZDF: KI-generierte Bilder im 'heute journal' als Fälschung entlarvt
Martenstein kritisiert ZDF: KI-Bilder im 'heute journal'

Martenstein übt scharfe Kritik am ZDF wegen ungekennzeichneter KI-Bilder

In einer scharf formulierten Kolumne hat der Journalist Harald Martenstein (72) dem ZDF vorgeworfen, in der Nachrichtensendung „heute journal“ gefälschte Bilder gezeigt zu haben. Laut Martenstein wurden Aufnahmen von Abschiebungen in den USA ausgestrahlt, die von einer Künstlichen Intelligenz generiert wurden, ohne dass dies für die Zuschauer erkennbar war.

Die Vorwürfe im Detail

Martenstein beschreibt in seinem Text, dass in der Sendung eine Szene zu sehen war, in der eine Frau von Mitarbeitern der US-Einwanderungsbehörde ICE abgeführt wird, während sich ihr Kind an sie klammert. Diese Bilder seien jedoch nicht echt gewesen, sondern von einer KI erstellt worden, betont der Kolumnist. Er vergleicht sie in ihrer Authentizität mit Filmaufnahmen von Superman, der über den Dächern von Manhattan fliegt.

Der Journalist wirft dem Sender vor, bewusst auf eine klare Kennzeichnung verzichtet zu haben. „Dass man so etwas klar kennzeichnen muss, falls man es überhaupt macht, wisst ihr genau“, schreibt Martenstein. Er bezweifelt zudem die Darstellung des ZDF, es handele sich um eine Panne. Stattdessen vermutet er eine bewusste Entscheidung.

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Reaktionen und ironische Kommentare

Martenstein zitiert die Moderatorin Dunja Hayali, die in ihrer Anmoderation gesagt haben soll, Bilder solcher Szenen seien „nicht alle echt, aber doch sehr viele“. Diese Formulierung findet der Kritiker „sonderbar“ und interpretiert sie als Teil eines neuen journalistischen Stils, den er ironisch als „Brave New Journalism“ bezeichnet.

In typisch sarkastischer Manier spinnt Martenstein den Gedanken weiter und spekuliert über mögliche zukünftige „Originalaufnahmen“ im ZDF:

  • Die UN-Vollversammlung bricht in minutenlangen Jubel aus, wenn Annalena Baerbock den Saal betritt.
  • Kanzlerin Reichinnek trifft sich mit US-Präsidentin Kamala Harris auf dem Panzerkreuzer Potemkin.

Vertrauensverlust und Lösungsvorschlag

Der Kolumnist äußert grundsätzliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit von ZDF-Berichten. „Brutale Abschiebungen durch ICE gibt es aber wirklich, glaube ich. Obwohl – wenn es im ZDF kam? Da ist man inzwischen misstrauisch“, schreibt er und unterstreicht damit einen möglichen Vertrauensverlust der Zuschauer.

Als ironischen Lösungsvorschlag empfiehlt Martenstein dem Sender, einfach eine Straßenumfrage zu organisieren, in der alle Befragten beteuern, dass sie KI-generierte Nachrichten im ZDF „super finden“. Er schließt mit dem Ausruf: „Es lebe die fortschrittliche Filmkunst!“

Die Kolumne wirft grundsätzliche Fragen zum Umgang mit KI-generierten Inhalten in Nachrichtensendungen auf und thematisiert die Verantwortung der Medien, Manipulationen transparent zu machen.

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