ZDF-Skandal: Gefälschte Trump-Videos im heute journal - Kubicki fordert Rundfunk-Kündigung
ZDF-Skandal: Gefälschte Trump-Videos - Kubicki fordert Konsequenzen

ZDF-Skandal erschüttert Glaubwürdigkeit: Gefälschte Trump-Videos im heute journal

Erneut gerät das ZDF in die Kritik: Nur kurz nach der Aufarbeitung der Affäre um einen Hamas-Terroristen als Gaza-Korrespondenten folgt der nächste Eklat. Im heute journal wurden gefälschte Videos zu den Abschiebungen von Migranten unter Donald Trump gezeigt, die den öffentlich-rechtlichen Riesen in eine tiefe Vertrauenskrise stürzen.

Manipulierte Berichterstattung im Milliarden-System

FDP-Politiker Wolfgang Kubicki (73) reagiert scharf auf den Vorfall: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“, fordert der ehemalige Bundestagsvizepräsident. „Ein Milliarden-Beitragssystem, das zu einem Rundfunk führt, in dem manipulative bzw. manipulierte Berichterstattung offenbar schon so verbreitet ist, dass es nicht einmal bei den Verantwortlichen ein Störgefühl auslöst, können wir uns im wahrsten Sinne des Wortes nicht leisten.“

Besonders pikant: Moderatorin Dunja Hayali (51) hatte in der Anmoderation noch betont, dass viele Videos zu Trumps ICE-Einsätzen in sozialen Netzwerken kursieren würden – „Nicht alle sind echt, aber doch sehr viele“. Doch ausgerechnet die vom ZDF präsentierten Aufnahmen erwiesen sich als Fälschungen.

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KI-generierte Inhalte und veraltetes Material

Eine der gezeigten Aufnahmen war mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt worden, während es sich bei der zweiten um einen vier Jahre alten Clip handelte. Dieser zeigte eigentlich die Festnahme eines 10-Jährigen nach einer Amokdrohung in Florida im Mai 2022, wurde aber im Beitrag mit dem Text „ICE-Beamte nehmen Kinder an Schulen fest“ versehen – eine klare Fehldarstellung.

Der Mainzer Sender reagierte hastig: Der Beitrag wurde verändert, eine Entschuldigung herausgegeben und für den Abend eine Korrektur angekündigt. In der ZDF-Mediathek ist inzwischen eine geänderte Fassung verfügbar, in der die Fake-Videos durch andere Sequenzen und Standbilder ersetzt wurden. Ein eingeblendeter Balken weist darauf hin: „Video aus redaktionellen Gründen nachträglich geändert“.

Kubickis radikale Forderung: Vertragskündigung

Wolfgang Kubicki geht noch weiter: Er fordert die Bundesländer auf, die Rundfunkverträge zu kündigen, da der öffentlich-rechtliche Rundfunk selbst weder Kraft noch Willen zur Reform habe. Nach einer Kündigung sollten die Länder „über die Ausgestaltung eines modernen, bürgernahen, transparenten und ausgewogenen öffentlich-rechtlichen Rundfunks verhandeln“.

In einer offiziellen Mitteilung entschuldigte sich das ZDF: „Der Beitrag entspricht nicht unseren Standards und hätte in dieser Form nicht gesendet werden dürfen. Wir haben ihn deshalb von allen Plattformen entfernt und werden auf ZDF heute sowie an gleicher Stelle im ‚heute journal‘ heute Abend korrigierend berichten.“

Doch die Glaubwürdigkeit des Senders ist nach diesem doppelten Skandal innerhalb kurzer Zeit nachhaltig beschädigt. Die Frage nach der Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland stellt sich mit neuer Dringlichkeit.

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