Ostern in Berlin und Brandenburg: Christen gedenken mit Prozessionen und Gottesdiensten
Ostern in Berlin und Brandenburg: Prozessionen und Gottesdienste

Christliches Osterfest in der Hauptstadtregion

Mit einem umfangreichen Programm aus Gottesdiensten, Veranstaltungen und Konzerten begehen Christen in Berlin und Brandenburg das Osterfest, das höchste Fest im Kirchenjahr. Die Feierlichkeiten dienen dem Gedenken an Tod und Auferstehung Jesu Christi und nehmen gleichzeitig Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Menschen in Not, Flüchtlingen sowie Opfern von Kriegen und Konflikten weltweit.

Traditionelle Karfreitagsprozessionen im Fokus

Am Karfreitag, einem der ältesten christlichen Gedenktage, rücken die Kirchen das Leiden und Sterben Jesu in den Mittelpunkt. Durch Passionsandachten und öffentliche Prozessionen wird das Kreuz symbolisch in den urbanen Raum getragen. Die mittlerweile etablierte ökumenische Karfreitagsprozession durch Berlin-Mitte steht in diesem Jahr unter dem bezeichnenden Motto „Wenn die Seele leidet“. Damit richtet sich der Blick bewusst auf das seelische Leiden zahlreicher Menschen in der heutigen Zeit.

Die Prozession, an der in den vergangenen Jahren regelmäßig mehrere hundert Gläubige teilnahmen, startet um 11.00 Uhr an der St. Marienkirche in der Nähe des Alexanderplatzes. Der Weg führt durch das historische Zentrum Berlins, vorbei an der Prachtstraße Unter den Linden und dem Bebelplatz, bis zur Sankt Hedwigs-Kathedrale, wo ein abschließender Segen erteilt wird. An der Spitze der Prozession gehen der evangelische Berliner Landesbischof Christian Stäblein, der katholische Erzbischof Heiner Koch sowie Bischof Emmanuel von Christoupolis, der die griechisch-orthodoxe Gemeinde vertritt.

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Schweigeprozession in Potsdam und festliche Ostergottesdienste

Ebenfalls am Karfreitag findet in Potsdam eine evangelische Schweigeprozession durch die Innenstadt statt. Diese umfasst sieben Stationen, an denen durch Lieder und Texte der Leidensweg Jesu am Kreuz vergegenwärtigt wird. Nach dem 10.00 Uhr-Gottesdienst in der St. Nikolaikirche bewegt sich der Zug zur Nagelkreuzkapelle, wo die Prozession mit einem Abschlussgebet und Segen endet.

Am Ostersonntag predigt Bischof Christian Stäblein ab 10.00 Uhr im festlichen Gottesdienst mit Abendmahl im Berliner Dom. Parallel dazu zelebriert Erzbischof Heiner Koch ab 10.00 Uhr ein Pontifikalamt in der Berliner Sankt Hedwigs-Kathedrale, das im Rundfunk Berlin-Brandenburg auf Radio 3 übertragen wird. In seiner vorab verbreiteten Osterpredigt betont Koch, dass Gott den Menschen auch in schwierigen Zeiten Halt und Kraft geben könne. „Gerade in einer Zeit mit so viel Krieg und Elend, in einer Zeit gefüllt mit so viel Verzweiflung und Wirrsinn, in einer Zeit der Gewalt und des Terrors bekennen und hoffen wir auf den Auferstandenen, der mitten in dieser oft so furchtbaren und widersprüchlichen Welt gegenwärtig ist“, heißt es in dem Manuskript.

Die Kirchen in Berlin und Brandenburg erhoffen sich zu den Osterfeierlichkeiten einen regen Zulauf. Neben der spirituellen Dimension der Auferstehungshoffnung wollen sie damit ein deutliches Zeichen der Solidarität mit allen leidenden Menschen setzen und die christliche Botschaft in die Gesellschaft hineintragen.

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