Die Entscheidung, mit wem er in Koalitionsverhandlungen einsteigt, fällt dem zukünftigen Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) offensichtlich schwer. Ursprünglich hieß es, dass er an diesem Freitag entscheiden will, wem er weitere Gespräche anbietet: nur der CSU? Oder CSU und SPD? Oder doch: SPD und FDP mit den Freien Wählern? Doch erneut fiel keine finale Entscheidung, auf welche Wunsch-Koalition man sich fokussiert.
Keine Einigung am Freitag
CSU-Chef Manuel Pretzl hatte Bereitschaft signalisiert, die Gespräche fortzusetzen. Er betont, wie konstruktiv sie gewesen seien. Und auch FDP-Chef Jörg Hoffmann will im Rathaus nicht länger in der Opposition sitzen. Von CSUlern hat die AZ gehört, dass sie gerne auch die SPD mit im Boot hätten – weil die Haushaltslage so ernst ist. Nur: Ein Gespräch mit Grünen, CSU und SPD wurde bis jetzt noch nicht geführt. Doch Grüne und CSU hätten schließlich auch so eine (knappe) Mehrheit.
Knackpunkt Wohnen
Dass in Medienberichten die These auftauchte, die Grünen könnten in einem Bündnis mit CSU und SPD zugunsten der viel kleineren SPD-Fraktion auf einen Bürgermeisterposten verzichten, finden Menschen, die bei den Grünen viel Einblick haben, da komplett abwegig. Dabei waren die SPDler auf jeden Fall in der ersten Runde nur bei Gesprächen mit FDP und Freien Wählern. Das Fazit der Sozis klang hinterher grundsätzlich positiv.
Weitere Gespräche am Sonntag
Am Freitag also zogen sich die Sitzungen wie Kaugummi. Statt des erhofften Ergebnisses stehen nun weitere Gespräche an, nun von SPD und Grünen gemeinsam mit den potenziellen Partnern. Am Sonntag trifft sich Grün-Rot zunächst mit FDP und Freien Wählern. In dem Gespräch soll es explizit um das Knackpunkthema Wohnen gehen. Anschließend treffen Grüne und SPD die CSU.



