Siemensstadt Square: Berliner Senat plant mehr Wohnungen und reduziert Büroflächen
Berlin: Mehr Wohnungen in Siemensstadt Square geplant

Berliner Senat beschließt neuen Rahmenplan für Siemensstadt Square

Im neuen Berliner Stadtquartier Siemensstadt Square sollen deutlich mehr Wohnungen entstehen als ursprünglich vorgesehen. Der Berliner Senat hat einen neuen Rahmenplan für das Milliardenprojekt beschlossen, der den Bau von rund 3.750 Wohnungen vorsieht. Bisher waren lediglich 2.000 Wohnungen geplant, was einer nahezu Verdopplung der Wohnungszahl entspricht.

Reduzierung von Büroflächen und Konzentration auf Innovationscampus

Gleichzeitig sieht der neue Plan eine deutliche Reduzierung von Büroflächen vor. Grund dafür ist die sinkende Nachfrage nach solchen Immobilien. Die verbleibenden Büroflächen sollen in einem Campus nahe dem neuen S-Bahnhof Siemensstadt konzentriert werden. Dieser Campus wird Platz für innovative Unternehmen, zukunftsweisende Forschung und moderne Zukunftstechnologien bieten.

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey von der SPD bezeichnete den neuen Rahmenplan als wichtigen Meilenstein für die weitere Entwicklung des mehr als 100 Jahre alten Gebietes. „Wir wollen das Areal für die nächsten 100 Jahre aufstellen“, erklärte Giffey. Der neue Plan ersetzt das bisherige Konzept aus dem Jahr 2021.

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Umfangreiche Infrastruktur und Verkehrsanbindung geplant

Das neue 76 Hektar große Stadtquartier „Siemensstadt Square“ entsteht auf dem angestammten Industriestandort der Siemens AG im Westen Berlins. Bis in die 2030er Jahre sollen hier rund 40.000 Menschen leben und arbeiten. Neben den Wohnungen und Gewerbeflächen sind auch umfangreiche soziale Infrastruktureinrichtungen geplant:

  • Eine Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler, deren Bau Anfang 2027 beginnen soll
  • Zwei Kindertagesstätten
  • Flächen für Industrie, Freizeit und Erholung

Für die Verkehrsanbindung zur Berliner Innenstadt ist die geplante Reaktivierung der sogenannten Siemensbahn von entscheidender Bedeutung. Die Deutsche Bahn strebt die Inbetriebnahme dieser S-Bahn-Strecke nach bisherigen Angaben bis Ende 2029 an.

Milliardeninvestitionen und historischer Kontext

Insgesamt sollen in das Areal nach früheren Angaben 4,5 Milliarden Euro investiert werden. Davon kommen 750 Millionen Euro vom Siemens-Konzern, der seine historischen Wurzeln in Berlin hat. Der erste Spatenstich für das Projekt erfolgte bereits im Jahr 2024.

Das Projekt Siemensstadt Square gehört zu den bedeutendsten Stadtentwicklungsvorhaben in der deutschen Hauptstadt. Es verbindet historische Industrietradition mit moderner Stadtplanung und zukunftsorientierter Quartiersentwicklung.

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