Berliner Senat beschließt mehr Wohnungen in Siemensstadt Square
Mehr Wohnungen in Siemensstadt Square geplant

Berliner Senat beschließt neuen Rahmenplan für Siemensstadt Square

Im neuen Berliner Quartier Siemensstadt Square sollen künftig deutlich mehr Wohnungen entstehen als ursprünglich geplant. Der Berliner Senat hat einen neuen Rahmenplan für das Milliardenprojekt beschlossen, der den Bau von rund 3.750 Wohnungen vorsieht. Dies stellt eine bemerkenswerte Steigerung dar, denn bisher waren lediglich 2.000 Wohnungen in dem ambitionierten Stadtentwicklungsvorhaben vorgesehen.

Reduzierung von Büroflächen und Konzentration auf Innovation

Parallel zu dieser deutlichen Ausweitung des Wohnungsbaus umfasst der neue Plan eine Reduzierung von Büroflächen. Diese Entscheidung basiert auf der sinkenden Nachfrage nach solchen Immobilien. Die verbleibenden Büroflächen sollen nunmehr in einem Campus nahe dem neuen S-Bahnhof Siemensstadt konzentriert werden. Dieser Campus ist speziell dafür konzipiert, Platz für innovative Unternehmen, zukunftsweisende Forschung und Spitzentechnologien zu bieten.

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey von der SPD betonte, dass der neue Rahmenplan das bisherige Konzept aus dem Jahr 2021 ersetzt. Sie bezeichnete die Verabschiedung als einen wichtigen Meilenstein für die weitere Entwicklung des mehr als 100 Jahre alten Gebietes. „Wir wollen das Areal für die nächsten 100 Jahre aufstellen“, erklärte Giffey und unterstrich damit die langfristige Perspektive des Projekts.

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Umfassende Infrastruktur und Verkehrsanbindung

Das neue 76 Hektar große Stadtquartier „Siemensstadt Square“ soll bis in die 2030er Jahre auf dem angestammten Industriestandort der Siemens AG im Westen der Hauptstadt entstehen. Der erste Spatenstich erfolgte bereits im Jahr 2024. In dem neu entstehenden Viertel werden künftig rund 40.000 Menschen leben und arbeiten.

Neben den Wohnungen und Gewerbeflächen sind auch bedeutende soziale Infrastruktureinrichtungen geplant:

  • Eine Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler, deren Bau Anfang 2027 beginnen soll
  • Zwei Kindertagesstätten zur Betreuung der jüngsten Bewohner
  • Flächen für Industrie, Freizeit und Erholung, die eine ausgewogene Quartiersentwicklung ermöglichen

Für die Verkehrsanbindung zur Berliner Innenstadt ist die geplante Reaktivierung der sogenannten Siemensbahn von entscheidender Bedeutung. Die Deutsche Bahn strebt die Inbetriebnahme dieser S-Bahn-Strecke nach früheren Angaben bis Ende 2029 an. Diese verbesserte Anbindung wird die Attraktivität des neuen Quartiers erheblich steigern.

Finanzierung und historischer Kontext

Insgesamt sollen auf dem Areal nach früheren Angaben 4,5 Milliarden Euro investiert werden. Davon trägt der Siemens-Konzern, der seine historischen Wurzeln in Berlin hat, einen substantiellen Anteil von 750 Millionen Euro. Diese Investition unterstreicht die Bedeutung des Standortes für das Unternehmen und sein Engagement für die Stadtentwicklung Berlins.

Das Projekt Siemensstadt Square zählt zu den bedeutendsten Stadtentwicklungsvorhaben in der deutschen Hauptstadt und verbindet historische Industrietradition mit moderner Stadtplanung. Durch die Erhöhung der Wohnungszahl und die Anpassung an aktuelle Marktbedürfnisse schafft der neue Rahmenplan die Grundlage für ein lebendiges und zukunftsfähiges Stadtquartier.

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