Stadtspaziergänger Sigi Müller erkundet den urbanen Wandel im Münchner Norden
Sigi Müller: Spaziergang durch Münchens Norden

Ein spontaner Spaziergang durch den Münchner Norden

Der passionierte Stadtspaziergänger Sigi Müller nimmt uns mit auf eine Entdeckungstour durch den Münchner Norden. An einem typischen Vorfrühlingstag im März 2026 entschied sich Müller spontan, die Moosacher Straße zu erkunden – ein Gebiet, das vielleicht nicht zu den klassischen Sehenswürdigkeiten zählt, aber dennoch voller urbaner Geschichten steckt.

Vom OEZ zur Moosacher Straße

Eigentlich wollte Müller nur eine Jeans kaufen, doch das wechselhafte Wetter mit seinem dramatischen Wolken- und Sonnenspiel veranlasste ihn zu einer Planänderung. „Ich bin ja ein spontaner Mensch“, erklärt der Stadtspaziergänger. Von der U-Bahn-Station OEZ aus lief er die Hanauer Straße hinunter, vorbei an einer großen Baustelle mit Baggern und LKWs, aber auch an leerstehenden Gebäudekomplexen, die von vergangenen Zeiten zeugen.

Historische Industrie und moderne Stadtquartiere

An der Kreuzung von Hanauer- und Triebstraße, am Frankfurter Ring, bog Müller nach rechts in die Moosacher Straße ein. Hier begegneten ihm markante Kontraste: eine Tankstelle auf der einen Seite, ein Beate-Uhse-Geschäft auf der anderen. Weiter entdeckte er das fast schon ikonische Verwaltungsgebäude der Knorr-Bremse, ein historisches Wahrzeichen der Münchner Industriegeschichte.

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Besonders faszinierend fand Müller die Entwicklung des Gebiets „Am Oberwiesenfeld“. Wo vor Jahren noch eine Brache lag, auf der er ein einsames Hotel fotografierte, ist heute ein komplett neuer Stadtteil entstanden. Große Hotels, moderne Bürogebäude, eine Berufsschule und Wohnkomplexe prägen nun das Bild an der Landshuter Allee, Ecke Moosacher Straße. „Fast eine kleine, neue Stadt“, bemerkt Müller beeindruckt.

Fotografische Entdeckungen und historische Wurzeln

Ein Stück weiter stieß Müller auf das historische BMW-Werk, das liebevoll restauriert wurde und heute als Schmuckstück der Industriearchitektur gilt. An diesem Standort der ehemaligen Rapp-Motorenwerke aus den Jahren 1917/18 befindet sich die eigentliche Keimzelle der Bayerischen Motorenwerke.

Der fotografische Höhepunkt des Spaziergangs zeigte sich in der Lerchenauer Straße: Der Olympiaturm im Gegenlicht, vor blattlosen Bäumen, erschien wie ein kunstvoller Scherenschnitt. Trotz der noch winterlich anmutenden Vegetation – die Bäume trugen keine Blätter, und nur vereinzelte Krokusse deuteten den Frühling an – war es laut Müller ein wunderschöner Vorfrühlingstag.

Müllers Spaziergang durch den Münchner Norden zeigt, dass auch weniger bekannte Stadtteile ihre Reize haben. Wer sich darauf einlässt, entdeckt spannende Geschichten des urbanen Wandels, bei denen historische Industrie und moderne Stadtplanung aufeinandertreffen.

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