Viktualienmarkt-Sprecherin: Sanierung statt Freilichtmuseum - So bleibt der Markt lebendig
Viktualienmarkt: Sanierung statt Freilichtmuseum für lebendigen Markt

Viktualienmarkt-Sprecherin: Sanierung statt Freilichtmuseum - So bleibt der Markt lebendig

Der Münchner Viktualienmarkt hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Nun tritt Sabine Kroiß (45) als neue Sprecherin der Händlerinnen und Händler an, um die Zukunft dieses historischen Ortes aktiv zu gestalten. Im Interview betont sie: "Wir wollen kein Freilichtmuseum sein, sondern ein lebendiger Markt, der Tradition und Moderne verbindet."

Dringende Sanierung für den Erhalt

Kroiß erklärt, warum eine umfassende Sanierung des Viktualienmarktes so entscheidend ist. Die Infrastruktur zeigt deutliche Altersspuren, von maroden Ständen bis zu veralteten Versorgungssystemen. Ohne zeitnahe Renovierungsmaßnahmen droht nicht nur der Verfall der Bausubstanz, sondern auch ein Rückgang der Attraktivität für Besucher und Händler.

Die Sprecherin betont: "Eine Sanierung ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um den Charakter des Marktes zu bewahren." Sie setzt sich für einen behutsamen Umbau ein, der die historische Atmosphäre erhält, während gleichzeitig moderne Standards für Hygiene, Sicherheit und Barrierefreiheit eingeführt werden.

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Strategien für einen lebendigen Markt

Um den Viktualienmarkt lebendig zu halten, verfolgt Kroiß mehrere Ansätze:

  • Enger Austausch mit der Politik: Sie plant regelmäßige Gespräche mit städtischen Entscheidungsträgern, um die Interessen der Händler zu vertreten.
  • Innovative Veranstaltungen: Neben klassischen Märkten sollen kulturelle Angebote wie Musikdarbietungen oder kulinarische Workshops die Besucher anlocken.
  • Diversifizierung des Angebots: Neben traditionellen Produkten will sie Raum für neue, nachhaltige Konzepte schaffen.

Ein besonderes Projekt: Kroiß kündigt an, bald Tanzstunden zu nehmen – nicht nur aus persönlichem Interesse, sondern als Symbol für die Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit, die der Markt benötigt. "Tanz steht für Lebendigkeit und Gemeinschaft, genau das, was wir hier fördern wollen."

Herausforderungen und Zukunftsvision

Der Viktualienmarkt steht vor typischen urbanen Herausforderungen: steigende Mieten, Konkurrenz durch Supermärkte und veränderte Konsumgewohnheiten. Kroiß sieht darin aber auch Chancen. Durch gezielte Marketingmaßnahmen und eine Stärkung des lokalen Charakters soll der Markt seine einzigartige Position behaupten.

Ihre Vision: Ein Viktualienmarkt, der nicht nur als Touristenattraktion fungiert, sondern als lebendiger Treffpunkt für Münchner aller Generationen. "Es geht darum, die Seele des Marktes zu bewahren, während wir uns den Anforderungen der Zeit stellen." Mit ihrem Engagement will Kroiß sicherstellen, dass der Viktualienmarkt auch in Zukunft ein pulsierendes Herzstück Münchens bleibt.

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