In Dessau haben die Bewohner zweier Wohnblöcke in der Wäschkestraße jahrelang unter einem unzuverlässigen Eigentümer gelitten. Nun übernimmt ein Zwangsverwalter die Häuser. Die Mieter hoffen auf eine Wende.
Jahrelange Probleme mit dem Vermieter
Horst und Giesela Halle wohnen seit 20 Jahren in der Wäschkestraße. Sie berichten von ständigen Problemen: Die Heizung fiel immer wieder aus, Reparaturen wurden nicht durchgeführt, und die Stadtwerke Dessau drohten sogar, die Heizung abzustellen, weil der Eigentümer offenbar Schulden hatte. „Wenn ich ehrlich sein soll, geht es hier seit Jahren drunter und drüber“, sagt ein junger Bewohner.
Zwangsverwalter soll Ordnung schaffen
Ein Anwalt wurde nun als Zwangsverwalter eingesetzt, um die beiden Blöcke zu verwalten. Er soll sicherstellen, dass die Mietzahlungen ordnungsgemäß verwendet werden und notwendige Reparaturen durchgeführt werden. Die Mieter hoffen, dass sich die Situation nun verbessert. „Wir wünschen uns endlich einen Vermieter, der sich kümmert“, sagt Horst Halle.
Was sich für die Mieter ändert
Der Zwangsverwalter hat bereits angekündigt, die dringendsten Mängel zu beheben. Dazu gehören die Reparatur der Heizungsanlage und die Beseitigung von Schimmel in einigen Wohnungen. Die Mietverträge bleiben bestehen, aber die Zahlungen gehen nun an den Verwalter. Langfristig könnte ein Verkauf der Immobilien an einen solventen Eigentümer erfolgen.
Die Bewohner sind vorsichtig optimistisch. „Wir hoffen, dass der neue Verwalter besser ist als der alte“, sagt Giesela Halle. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich die Lebensbedingungen in der Wäschkestraße tatsächlich verbessern.



