Zwei neue Geschäfte in Ueckermünde: Eiscafé und Sanitätshaus eröffnen
Zwei neue Läden in Ueckermünde: Eis und Sanitätshaus

Immer wieder wird vom Niedergang des Einzelhandels in der Ueckermünder Altstadt gesprochen. Doch jetzt werden sich zwei leerstehende Ladenlokale wieder mit Leben füllen. Die Stadt erlebt eine kleine Renaissance des Einzelhandels, denn zwei neue Geschäfte öffnen ihre Türen.

Eiscafé Ahl kehrt an den Markt zurück

Der Name Ahl und der Verkauf von Eis gehören in Ueckermünde schon seit DDR-Zeiten zusammen. 1982 bauten Irma und Siegfried Ahl einen Bauwagen um und verkauften seitdem Softeis am Schweinemarkt. Der Wagen stand damals dort, wo sich heute eine Pizzeria befindet. Nun kehrt die Familie mit einem festen Standort zurück.

Ihr Sohn Andreas Ahl öffnet am 1. Mai ein neues Eiscafé in der Hospitalstraße 1. Dort wird er 15 wechselnde Sorten Eis aus eigener Produktion, Softeis, Eisbecher, Kaffee und Kuchen anbieten, kündigt er an. Die Kunden könnten bei ihm aber auch Motiv-, Hochzeits- und Wunschtorten für private Feiern bestellen. Die Eissorten und Torten werden alle selbst hergestellt, was für höchste Qualität steht.

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Über den Schritt, an den Markt zu gehen, hatte Andreas Ahl schon eine Weile nachgedacht. Die Hauseigentümer, Familie Schöffel, hätten bei ihm nachgefragt, weil das Lokal schon länger leer stand. Sie seien ihm bei der Miete entgegengekommen, ist der Inhaber dankbar. „Sonst hätte ich es nicht gemacht“, betont er. Die Unterstützung der Vermieter war entscheidend für die Realisierung des Projekts.

„Alles steht und fällt mit den Ueckermündern“, betont der Inhaber. Die Touristen, die in die Stadt kommen, würden als Kundschaft allein nicht ausreichen, damit sich der Betrieb eines Eiscafés lohnt. Daher setzt er auf die lokale Bevölkerung. Im Mai wird es voraussichtlich von Mittwoch bis Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet sein. Auf dem Marktplatz gebe es 30 Plätze für die Gäste, im Eiscafé seien es 20. So können die Besucher sowohl drinnen als auch draußen ihr Eis genießen.

Der Eisbetrieb der Familie Ahl war auch nach 1990 in Ueckermünde weitergegangen. Seine Eltern errichteten das Restaurant und Eiscafé Ahl in der Goethestraße. Andreas Ahl war dann bei seinem Bruder Wolfgang angestellt und dort für die Eiskreationen zuständig. Als die Gastronomie im Jahr 2023 nach 32 Jahren schloss, gab es das Eis ab 2024 in der Gaststätte Schiffslaterne an der Oststraße. Nun hat das Eis wieder einen festen Platz im Herzen der Stadt.

Sanitätshaus Ostseewind eröffnet in der Ueckerstraße

Auch in der Ueckerstraße 53 wird in den nächsten Tagen wieder Leben einkehren. In das lange leerstehende Geschäft zieht gerade das Sanitätshaus „Ostseewind“ ein. Eine Hauptfiliale betreibt er in Jarmen, eine weitere Filiale in Altentreptow, berichtet Inhaber Felix Redieß. Der Hauseigentümer hat unter anderem den Fußboden, Türen und das Bad erneuert, um moderne Ladenräume zu schaffen. Die Renovierung schafft eine angenehme Atmosphäre für Kunden und Mitarbeiter.

Doch wie ist er auf Ueckermünde gekommen? „Das war reiner Zufall“, erzählt der Inhaber. Bei einem Besuch im Seebad sei ihm aufgefallen, wie schön die Stadt sei. Er habe sich nach passenden Ladenflächen erkundigt und dann die Räume in der Ueckerstraße gefunden. Der Zufall führte ihn also in die Hafenstadt, wo er nun eine neue Filiale eröffnet.

Eröffnet wird das Sanitätshaus am Montag, dem 4. Mai. Für Ueckermünde habe er zwei Mitarbeiterinnen, Vera Sponholz und Maxi Zänkert, eingestellt, sagt Felix Redieß. Sie seien in Jarmen eingearbeitet worden. In dem Geschäft werde Reha-Technik wie Rollstühle, Rollatoren, Pflegebetten angeboten. Man biete Produkte zur Kompressions- und Inkontinenzversorgung, Schuheinlagen, Bandagen, Brustprothesen und vieles andere mehr. Das Sortiment deckt einen breiten Bereich der medizinischen Versorgung ab.

Mit diesen beiden Neueröffnungen zeigt sich, dass die Ueckermünder Innenstadt trotz aller Unkenrufe noch nicht aufgegeben ist. Die neuen Geschäfte bringen frischen Wind und bieten den Bewohnern und Besuchern attraktive Angebote. Es bleibt abzuwarten, ob weitere folgen werden.

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