Wer für den nächsten Kurztrip noch dänisches Bargeld in der Schublade liegen hat, sollte jetzt genau hinsehen. Denn in nur knapp sechs Wochen läuft endgültig die Frist ab, alte Banknoten und 1000-Kronen-Scheine umzutauschen. Danach sind sie wertlos – und aus einem Reise-Mitbringsel wird im schlimmsten Fall nur noch ein Stück Papier.
Brisant ist das vor allem für Urlauber, Grenzpendler und Tagesgäste, die nach früheren Reisen noch Kronen zurückgelegt haben. Betroffen sind nicht nur ältere Banknotenserien, sondern auch der 1000-Kronen-Schein der aktuellen Serie von 2009. Seit dem 31. Mai 2025 können diese Scheine im Handel bereits nicht mehr zum Bezahlen genutzt werden, bislang war nur noch der Umtausch möglich.
Letzte Frist für alte Scheine
Diese Restchance läuft nun am 31. Mai 2026 ab. Die dänische Zentralbank spricht selbst von der „letzten Gelegenheit“ und drängt darauf, den Umtausch nicht bis auf den letzten Moment aufzuschieben. Wer zu lange wartet, riskiert, auf Bargeld sitzenzubleiben, das ab Juni keinerlei Wert mehr hat.
Die Dimension ist erheblich: Zwar wurden seit Ende November 2023 schon Banknoten im Wert von 21,1 Milliarden dänischen Kronen umgetauscht. Dennoch sind noch 3,3 Milliarden Kronen offen, die in den verbleibenden sechs Wochen eingelöst werden können. Das zeigt, wie viel altes Bargeld offenbar noch in Haushalten, Urlaubskassen und Schubladen schlummert.
Milliarden Kronen noch nicht eingelöst
Umgetauscht werden können die betroffenen Scheine nur an drei Stellen: in FOREX-Filialen in Aarhus, Odense und Kopenhagen, die als Annahmestellen der Nationalbank fungieren. Dort werden ausschließlich Banknoten angenommen, die seit Ende Mai 2025 nicht mehr als Zahlungsmittel zulässig sind und nun komplett aus dem Verkehr verschwinden.
Wichtig ist auch der Ablauf: Der Umtausch ist nicht formlos möglich. Er verlangt eine schriftliche Erklärung, einen gültigen Lichtbildausweis und persönliches Erscheinen – und zwar unabhängig davon, ob es sich um dänische oder ausländische Privatpersonen oder Unternehmen handelt. Privatpersonen können laut den bereitgestellten Informationen bis zu 5.000 Kronen (das entspricht etwa 670 Euro) bar ausgezahlt bekommen, höhere Summen werden auf ein Bankkonto überwiesen.
Wer den Gang zur Umtauschstelle plant, sollte Stoßzeiten meiden. Besonders voll wird es werktags zwischen 16 und 18 Uhr.



