Umfrage: Jeder Zweite unter 30 schnüffelt heimlich im Partnerhandy
Jeder Zweite unter 30 schnüffelt im Partnerhandy

Heimliche Handy-Kontrollen: Jeder Zweite unter 30 hat schon geschnüffelt

Fast jeder Zweite unter 30 Jahren in Deutschland hat bereits ohne Erlaubnis das Smartphone des Partners oder der Partnerin durchsucht. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervor. Insgesamt gaben 26 Prozent der Befragten mit Beziehungserfahrung an, schon einmal heimlich einen Blick auf das Handy des Partners geworfen zu haben – zehn Prozent davon sogar mehrfach.

Besonders junge Menschen betroffen

Unter den 16- bis 29-Jährigen ist der Anteil mit 49 Prozent besonders hoch. 60 Prozent der Befragten schließen ein heimliches Schnüffeln im Handy des Partners dagegen kategorisch aus. Die Umfrage wurde Mitte Januar unter rund 1450 Internetnutzerinnen und -nutzern in Deutschland durchgeführt.

Motive: Neugier und Misstrauen

Als häufigste Motive für die heimlichen Kontrollen nennen die Befragten Neugier und den Verdacht auf Untreue – jeweils 31 Prozent. Weitere Gründe sind vermutete Unehrlichkeit in anderen Dingen und frühere Vertrauensbrüche in der Beziehung. Die Gefühle nach dem heimlichen Blick sind gemischt: Rund ein Viertel fühlte sich bestätigt, knapp ein Viertel erleichtert. Gleichzeitig berichteten viele von Enttäuschung, schlechtem Gewissen oder Wut.

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Auch eigene Handys werden durchsucht

Auf der anderen Seite sagen 16 Prozent aller Befragten, ihr eigenes Handy sei bereits ohne Erlaubnis durchsucht worden – weitere acht Prozent vermuten es. 20 Prozent haben in einer Beziehung bereits freiwillig ihre Social-Media-Passwörter geteilt. Der Bitkom rät als Schutz gegen ungewollte Blicke zu starken Displaysperren inklusive Fingerabdruck- und Gesichtserkennung. Zudem sei es hilfreich, keine Nachrichteninhalte auf dem Sperrbildschirm anzeigen zu lassen.

Die Umfrage zeigt, dass Misstrauen und Neugier in Beziehungen weit verbreitet sind. Experten empfehlen Paaren, offen über ihre Ängste und Erwartungen zu sprechen, anstatt heimlich zu kontrollieren.

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