Smartphone-Datenschutz: Diese unnötigen Einstellungen sollten Sie sofort deaktivieren
Smartphone-Einstellungen: Unnötige Datensammlung abschalten

Digitaler Durchblick: Diese Smartphone-Einstellungen können Sie getrost deaktivieren

Standortdaten, Werbeinformationen, Nutzungsstatistiken – moderne Smartphones sammeln eine Fülle von Informationen, die für den normalen Betrieb des Geräts überhaupt nicht erforderlich sind. Diese Datenerhebungen erfolgen oft im Hintergrund, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer davon bewusst Kenntnis nehmen. Doch mit einigen gezielten Einstellungsänderungen lässt sich diese unnötige Datensammlung wirksam einschränken und die eigene Privatsphäre deutlich verbessern.

Warum Ihr Smartphone unnötige Daten sammelt

Viele Hersteller integrieren standardmäßig Funktionen, die persönliche Informationen für verschiedene Zwecke erfassen. So fragt beispielsweise das System häufig, ob der genaue Standort zur „Verbesserung von personalisierter Werbung“ übermittelt werden darf. Für das grundlegende Funktionieren des Telefons ist diese Datenweitergabe jedoch keineswegs notwendig. Besonders Samsung-Geräte sind bekannt dafür, umfangreiche Diagnosedaten und Werbeprofile zu sammeln, wie verschiedene Technologieportale berichten.

So schalten Sie unnötige Datenerhebungen bei Samsung aus

Der erste Schritt zur besseren Privatsphäre führt in den Einstellungsbereich „Sicherheit und Datenschutz“. Hier wählen Sie zunächst den Punkt „Kontosicherheit“ aus. Unter „Samsung Account-Sicherheit“ finden Sie die Option „Verbessern von personalisierter Werbung“, wo Sie die Nutzung genauer Standortdaten deaktivieren können. Noch effektiver ist es, diesen gesamten Menüpunkt komplett abzuschalten.

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Zusätzlich sollten Sie unter „Weitere Datenschutzeinstellungen“ folgende Optionen überprüfen:

  • Android-Personalisierungsdienst deaktivieren
  • Diagnosedaten senden abschalten
  • Persönliche Daten-Intelligenz bei Nichtnutzung von KI-Diensten deaktivieren

Beachten Sie: Das Abschalten der persönlichen Daten-Intelligenz kann bei der Nutzung von KI-Diensten zu gewissen Einschränkungen führen.

Werbeeinstellungen bei Android-Geräten verwalten

Nicht nur Samsung-Nutzer können die Datensammlung einschränken. Auch bei Google Pixel-Smartphones sowie neueren Modellen von Motorola und anderen Herstellern lassen sich die Werbeeinstellungen anpassen. Navigieren Sie dazu in den Einstellungen zu „Datenschutz und Sicherheit“ und dann zu „Datenschutzeinstellungen“. Hier finden Sie den Punkt „Werbung“.

In diesem Menü haben Sie zwei wichtige Optionen:

  1. Werbe-ID zurücksetzen: Nützlich, wenn Sie personalisierte Werbung erhalten möchten, die aktuellen Empfehlungen aber nicht passen. Mit einer neuen ID lernt der Algorithmus Ihre Vorlieben neu kennen.
  2. Werbe-ID löschen: Apps können dann kein genaues Profil Ihrer Nutzungsgewohnheiten mehr erstellen. Dies führt allerdings nicht zu weniger Werbeanzeigen insgesamt.

App-Berechtigungen kritisch überprüfen

Während Sie Ihr Smartphone datenschutzfreundlicher einrichten, lohnt sich auch ein genauer Blick auf die Berechtigungen einzelner Apps. Nicht jede Anwendung benötigt tatsächlich alle Rechte, die sie standardmäßig einfordert. Die entsprechenden Einstellungen finden Sie unter Bezeichnungen wie:

  • Apps
  • Apps und Berechtigungen
  • Berechtigungsmanager

Hier können Sie festlegen, welche Rechte eine App erhält – etwa Zugriff auf Kamera, Mikrofon, Standort oder Kontakte. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt hier das Prinzip: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“.

Praktische Beispiele für sinnvolle Berechtigungen

Eine Nachrichten-App benötigt möglicherweise Mikrofonzugriff für Sprachnachrichten, und der Standortzugriff kann sinnvoll sein, wenn Sie Ihren Aufenthaltsort kurz mit anderen teilen möchten. Doch viele Berechtigungen sind oft unnötig:

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  • Ein Browser benötigt normalerweise keinen Kamera-Zugriff
  • Eine Scanner-App muss Ihren Standort nicht kennen
  • Kostenlose Spiele-Apps sollten keinen Zugriff auf Kontakte, Kamera oder Kalender erhalten

Mit diesen gezielten Einstellungsänderungen gewinnen Sie nicht nur mehr Kontrolle über Ihre persönlichen Daten, sondern reduzieren auch die Hintergrundaktivitäten Ihres Smartphones. Die wenigen Minuten, die diese Anpassungen erfordern, investieren Sie in einen deutlich verbesserten digitalen Datenschutz.