Feuerwehr Woldegk erlebt historischen Generationswechsel
Der Monat Mai bringt tiefgreifende Veränderungen für die Feuerwehr in Woldegk mit sich. Stefan Aßmann, Lucas Aßmann und Christian Wyrwich übernehmen offiziell ab dem ersten Mai neue Führungspositionen. Dieser Wechsel markiert einen bedeutenden Schritt in der Geschichte der örtlichen Wehr, insbesondere durch die Ernennung von Lucas Aßmann zum Ortswehrführer.
Jüngster Wehrführer in der Geschichte Woldegks
Mit gerade einmal 23 Jahren wird Lucas Aßmann der jüngste Ortswehrführer, den die Woldegker Feuerwehr jemals hatte. Der Vater einer vier Monate alten Tochter bringt bereits umfangreiche Erfahrung mit: Er ist Kreisausbilder der Feuerwehr, Zugführer und wird noch in diesem Jahr den Lehrgang zum Leiter einer Feuerwehr absolvieren. Seine Ernennung symbolisiert einen bewussten Schritt zur Verjüngung der Führungsebene.
Erfahrenes Trio übernimmt Verantwortung
Stefan Aßmann, Vater von Lucas, wurde zum neuen Gemeindewehrführer gewählt und trägt damit Verantwortung für insgesamt fünf Ortswehren: Woldegk, Bredenfelde, Hinrichshagen, Rehberg und Mildenitz. Insgesamt sind das 112 aktive Feuerwehrmitglieder. Der 41-Jährige war bereits seit 2021 stellvertretender Gemeindewehrführer und wird in diesem Jahr seinen Lehrgang als Verbandsführer abschließen.
Christian Wyrwich übernimmt das Amt des stellvertretenden Gemeindewehrführers. Der Leiter der Bredenfelder Ortswehr bringt durch seine Zweitmitgliedschaft zusätzliche Perspektiven in die Gemeindeführung ein. Die drei Männer bilden ein Team, das sowohl junge Dynamik als auch jahrelange Erfahrung vereint.
Frank Thude gibt nach Jahrzehnten Ämter ab
Frank Thude, der seit 2008 Gemeindewehrführer und seit 2014 Ortswehrführer war, gibt beide Positionen ab. Der 61-Jährige, der der Feuerwehr seit 1981 angehört, sieht den richtigen Zeitpunkt gekommen, den Staffelstab an vertraute Nachfolger zu übergeben. „Zeit, den Staffelstab zu übergeben“, erklärt Thude, der seine Nachfolger Stefan und Lucas Aßmann bereits aus deren Jugendwehr-Zeiten kennt.
Thude begann seine Feuerwehrlaufbahn in Petersdorf, wechselte 1984 nach Fürstenwerder und kam 1987 nach Woldegk. Sein Wechsel in die Wehr am Wohnort verlief zu DDR-Zeiten automatisch, wie er sich erinnert. Obwohl er nicht mehr Hauptbrandmeister ist, bleibt er der Woldegker Feuerwehr als aktives Mitglied erhalten und will seinen Nachfolgern mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Herausforderungen und Zukunftspläne
Die neuen Führungskräfte stehen vor mehreren Herausforderungen. Die Woldegker Feuerwehr benötigt dringend einen Anbau, um ihre Ausrüstung angemessen unterbringen zu können. „Wir haben eine gut aufgestellte Jugendwehr, die Platz benötigt“, betont der scheidende Wehrführer Frank Thude. Weitere infrastrukturelle Bedarfe umfassen:
- Eine Garage in Bredenfelde
- Ein neues Gerätehaus in Mildenitz
- Verbesserte Unterbringungsmöglichkeiten für Ausrüstung
Neben den baulichen Herausforderungen ist den Verantwortlichen der Zusammenhalt unter den Ortswehren besonders wichtig. Während Einsätze reibungslos ablaufen müssen, bleibt man nach besonders belastenden Einsätzen zusammen, um diese zu besprechen. Zusätzlich stehen den Einsatzkräften Seelsorger zur Verfügung, wenn diese benötigt werden.
Tradition und Innovation vereint
Der Generationswechsel bei der Woldegker Feuerwehr zeigt, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können. Während erfahrene Kräfte wie Frank Thude ihr Wissen weitergeben, übernehmen junge, engagierte Mitglieder wie Lucas Aßmann Verantwortung. Diese Mischung aus Kontinuität und Erneuerung verspricht eine stabile Zukunft für die Feuerwehr in der Region.
Mit 35 Mitgliedern (inklusive Zweitmitgliedschaften) bleibt die Woldegker Feuerwehr eine tragende Säule des Ehrenamts in der Gemeinde. Die neuen Führungskräfte stehen bereit, diese Tradition fortzuführen und gleichzeitig notwendige Modernisierungen voranzutreiben.



