Dreimal jährlich Hofflohmarkt in Breese: Jedes Teil kostet nur zwei Euro
Hofflohmarkt in Breese: Alle Artikel zum Einheitspreis

Dreimal jährlich öffnet sich die Pforte zum Hofflohmarkt in Breese

In dem beschaulichen Ort Breese hat sich eine besondere Tradition etabliert: Dreimal im Jahr – jeweils im Frühling, Sommer und Herbst – verwandelt Rika Röve ihren Garten in einen lebhaften Flohmarkt. Was vor gut zwei Jahren als mutige Idee begann, ist mittlerweile zu einem festen Termin im Dorfkalender geworden, der regelmäßig zahlreiche Besucher anlockt.

Vom Zögern zur Leidenschaft: Die Entstehungsgeschichte

Eigentlich hatte Rika Röve große Bedenken: „Ich habe gesagt, ich kann doch nicht fremde Leute zu mir aufs Grundstück holen“, erinnert sich die Breeserin. Doch ein alter Bekannter gab ihr den entscheidenden Impuls: „Was andere können, kannst du doch auch“. Als begeisterte Flohmarktbesucherin selbst, fasste sie schließlich den Mut und veranstaltete ihren ersten eigenen Markt. Heute bereitet ihr dieses Engagement große Freude, besonders weil sie anderen Menschen damit eine Freude machen kann.

Ein soziales Konzept mit festem Preis

Das Besondere an Rika Röves Hofflohmarkt ist das einfache Preiskonzept: Jedes Teil kostet pauschal zwei Euro. Ob Kaffeekanne, Glas, Tasse, Kleidung oder Deko-Stücke für Haus und Garten – der Preis bleibt stets gleich. „Das bleibt auch so“, betont die lebensfrohe Veranstalterin entschlossen. Ihr geht es nicht um Profit: „Ich will damit kein Geld verdienen. Wenn Spritgeld übrigbleibt, ist das vollkommen in Ordnung.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Nachhaltigkeit und Gemeinschaft im Fokus

Für Rika Röve, die werktags als Frühförderin bei der Lebenshilfe arbeitet, ist der Flohmarkt vor allem ein soziales Projekt. „Es geht hier um Nachhaltigkeit. Manche Leute werfen so viel weg. Da ist es doch gut, wenn das wieder verwendet werden kann“, erklärt sie. In einer Überflussgesellschaft biete ihr Markt eine sinnvolle Alternative. Freunde, Bekannte und Dorfbewohner unterstützen sie aktiv, indem sie nicht mehr benötigte Gegenstände in Kartons vor ihrer Tür abstellen, die Rika dann sichtet und sortiert.

Die Resonanz ist überwältigend: Waren beim ersten Mal nur etwa zehn Besucher gekommen, sind es mittlerweile bis zu 150 Personen pro Veranstaltung. „Das hat viel mit Mundpropaganda zu tun“, freut sich die Gastgeberin. Viele Nachbarn und lang nicht gesehene Bekannte nutzen die Gelegenheit zum Austausch bei Kaffee und Waffeln.

Begeisterte Besucher bestätigen den Erfolg

Angelika Hoßbach aus Bullendorf in der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) bringt es auf den Punkt: „Das hier ist eine Fundgrube und für den kleinen Geldbeutel. Das finde ich sehr sozial. Ich komme gern hier her, weil hier auch alles mit Liebe gemacht ist“. Ihre Freundin Ilka Pfeiffer aus Meyenburg ergänzt begeistert: „Ich bin das erste Mal hier und überwältigt. Hier findet jeder was“.

In dem urigen, gemütlichen Garten von Rika Röve entsteht so dreimal im Jahr mehr als nur ein Flohmarkt – es ist ein Ort der Begegnung, der Nachhaltigkeit und der gemeinsamen Freude an wiederverwendeten Schätzen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration