Uhrmachermeister Wolfgang Grape: Ein Leben mit winzigen Schrauben und großen Geschichten
Uhrmachermeister Grape: Winzige Schrauben, große Geschichten

Ein Uhrmachermeister taucht in den Mikrokosmos der Zeit ein

Der Jarmener Gesprächskreis erlebt eine besondere Fortsetzung, die sich ganz der faszinierenden Welt der Uhrmacherei widmet. Im Mittelpunkt steht der 75-jährige Uhrmachermeister Wolfgang Grape, der trotz seines Rentenalters noch immer aktiv in seiner Werkstatt arbeitet und sich bestens mit den kleinsten mechanischen Komponenten auskennt.

Vom astronomischen Kalender zum mikroskopischen Uhrwerk

Nachdem sich die Januar-Ausgabe der seit mehr als drei Jahrzehnten bestehenden Veranstaltungsreihe mit astronomischer Zeitmessung und Kalenderwesen beschäftigte, geht es nun am Donnerstag, dem 26. Februar, in den faszinierenden Mikrokosmos der mechanischen Uhren. Der Abend beginnt um 19 Uhr und dreht sich um die Entstehung und Entwicklung von Uhrwerken aller Art.

Die Organisatoren Hans-Robert und Claudia Metelmann konnten mit Wolfgang Grape eine echte lokale Koryphäe für dieses Thema gewinnen. Der Uhrmachermeister betreibt seit mehr als einem halben Jahrzehnt sein eigenes Geschäft in der Peenestadt und repariert auch mit 75 Jahren noch täglich die Zeitmesser seiner Kundschaft.

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Von Standuhren bis zu modernen Quarzwerken

Wolfgang Grape kann aus seinem reichen Erfahrungsschatz über die gesamte Entwicklung der Uhren berichten – von repräsentativen Standuhren, die wie Möbelstücke im Raum stehen, über Wanduhren mit traditionellem Kuckucksruf bis hin zu Taschenuhren mit Kette und modernen Armbanduhren für das Handgelenk.

Besondere Vorbereitungen für den Gesprächskreis

Wie der Uhrmachermeister dem Nordkurier im Vorfeld verriet, hat er extra für den Gesprächskreis mehrere Schaukästen angefertigt, die dem Publikum die Entwicklung der Zeitmessung anschaulich vor Augen führen sollen. Besonders beeindruckend wird dabei eine winzige Schraube sein, die kaum größer als ein Staubkorn erscheint und dennoch eine entscheidende Rolle in der Präzisionsmechanik spielt.

„Diese Minischraube stammt aus einem russischen Chronographen“, verrät Grape vorab. „Sie darf auf keinen Fall verloren gehen, obwohl man sie fast übersehen könnte.“

Vom Ticktack zur modernen Zeitmessung

Der Abend wird nicht nur historische Uhren behandeln, sondern auch moderne Zeitmesser thematisieren, die mit Quarztechnik und Funkübertragung arbeiten und ohne das traditionelle Ticktack-Geräusch auskommen. Wolfgang Grape wird dabei sicherlich viele persönliche Anekdoten aus seinem langen Berufsleben einfließen lassen.

Das Jarmener Uhrmachergeschäft beteiligt sich regelmäßig an kulturellen Veranstaltungen wie der Schaufenstergalerie zur Pfingstaktion „Kunst:Offen“, wo passenderweise immer Bilder aus der „guten alten Zeit“ gezeigt werden.

Offen für alle Interessierten

Wer an diesem besonderen Abend Zeit hat, muss sich keine Gedanken über Eintrittskosten machen. Wie bei allen Veranstaltungen des Gesprächskreises Jarmen ist der Eintritt frei und jeder ist willkommen. Die Veranstaltung findet im Haus der Begegnung auf dem Hinterhof am Neuen Markt 6 in Jarmen statt und verspricht ungewöhnliche Einblicke in die faszinierende Welt der Uhrmacherei.

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