Die Behörden haben weitere Details zum Abriss der maroden Agra-Brücke an der Bundesstraße 2 südlich von Leipzig bekanntgegeben. Für den Abriss des westlichen Brückenteils sind acht bis zehn Monate eingeplant, wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Dresden mitteilte. Eine längerfristige Vollsperrung der B 2 sei dabei voraussichtlich nicht erforderlich.
Geplante Vorgehensweise beim Abriss
Laut den Planungen sollen die rund 21 Meter langen Brückenfelder mit einer speziellen Säge in zehn bis 15 einzelne Betonscheiben zerteilt werden. Diese werden anschließend kontrolliert herabgelassen, verladen und abtransportiert. Das Verfahren soll eine sichere und effiziente Demontage gewährleisten.
Warum die Brücke erneuert werden muss
Die Agra-Brücke an der B2 muss aufgrund erheblicher Mängel abgerissen werden. Derzeit fließt der Verkehr ausschließlich über den östlichen Brückenzug, wobei eine Gewichtsbeschränkung von 3,5 Tonnen gilt. Der westliche Teil ist bereits gesperrt und sollte nach früherer Planung ab 2027 abgerissen werden. Die Brücke wurde 1976 erbaut und enthält sogenannten Hennigsdorfer Spannstahl – ein Material, das auch bei der eingestürzten Carolabrücke in Dresden verwendet worden war. Die B2 ist eine vielbefahrene Strecke, weshalb die Bauarbeiten sorgfältig geplant werden.



