Alte Blitzer modernisiert: Hier wird jetzt in beiden Richtungen geknipst
Neue Blitzertechnik erfasst Tempoverstöße. Erneut wurden Anlagen an der Mecklenburgischen Seenplatte umgerüstet. Drei Stellen waren an der Reihe.
An den Bundesstraßen in der Müritzregion wurden jetzt weitere Blitzerstandorte umgerüstet. Nachdem der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bereits im Vorjahr an verschiedenen Stellen neue Blitzersäulen installieren ließ, waren in diesem Frühjahr nun die älteren Kästen in Vipperow (B198), in Penkow (B192) und bei Malchow (B192) an der Reihe.
Weitere Umrüstungen sind nicht geplant
Die drei Anlagen wurden Ende März umgerüstet und in Betrieb genommen. Auch wenn die Standorte ortskundigen Autofahrern sicher bekannt sind, bringt die neue Technik dennoch Veränderungen mit sich. So können die Säulen in beiden Richtungen Tempoüberschreitungen messen. Zuvor wurden bereits die Standorte Neu Schloen, Genzkow und Rügeband umgerüstet. Weitere Umrüstungen seien derzeit nicht mehr geplant, heißt es auf Nordkurkurier-Nachfrage vom Landkreis.
Die alten Anlagen erfassten Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Mess-Schleifen, die in die Fahrbahn eingebaut waren. Diese Systeme würden inzwischen aber nicht mehr vom betreffenden Hersteller produziert. Folglich würden auch keine Ersatzteile mehr hergestellt. „Daher war eine komplette Umrüstung der alten Anlagen erforderlich“, erklärt Landkreissprecher Nils Henke.
Malchower Blitzer löste 2025 mehr als 5500 Mal aus
Der Blitzer in Vipperow besteht seit 1991. Im Vorjahr wurden an der Stelle 1.948 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt. Deutlich häufiger hat die Anlage bei Malchow im Jahr 2025 ausgelöst. Hier wurden nach Angaben des Landkreises 5583 Blitzerfotos gemacht. Die Anlage in Penkow, nur weniger Kilometer weiter, erfasste zwar nur 453 Temposünder, allerdings war der Blitzer im Vorjahr auch bis zum Oktober außer Betrieb.



