Gute Nachrichten für Autofahrer und Anwohner: Nach 14 Monaten Bauzeit wird die B91 im Bereich Deuben und Naundorf ab Mittwoch, dem 13. Mai, wieder für den Verkehr freigegeben. Der Ausbau der Ortsdurchfahrt ist abgeschlossen, und die Strecke zwischen Weißenfels und Zeitz ist dann wieder durchgehend befahrbar. Kilometerlange Umleitungen und Belastungen für die Anlieger gehören damit der Vergangenheit an.
Erleichterung bei Anwohnern und Gewerbetreibenden
Die Freude unter den Anwohnern ist groß. Ortsbürgermeisterin Michaela Topf berichtet: „Mein Telefon läuft heiß, seit der Termin im Ort bekannt gegeben wurde. Die Bauphase war eine Geduldsprobe für alle.“ Besonders die Gewerbetreibenden hatten unter dem fehlenden Durchgangsverkehr gelitten. Abuzer Dag, Betreiber des Imbisses „Emek“ an der B91, sagt: „Es war eine lange Durststrecke. Weil der Durchgangsverkehr fehlte, fielen unsere Einnahmen auf ein Minimum. Trotz allem hatten wir unseren Laden keinen einzigen Tag geschlossen. Einheimische Stammkunden haben uns die Treue gehalten. Nun sind unsere Rücklagen aufgebraucht. Zwar geht es hoffentlich wieder aufwärts, aber zwei Mitarbeiter haben während der Bauphase gekündigt, sodass wir nun neues Personal suchen müssen.“
Verbesserungen für Fußgänger und Verkehr
Konstanze Eichler, Physiotherapeutin in Deuben, ist ebenfalls glücklich über das Ende der Baustelle. „Die Bauarbeiter waren sehr kooperativ und haben versucht, den Zugang zur Praxis zu erleichtern. Bei gehbehinderten Patienten habe ich verstärkt Hausbesuche gemacht, was den Zeitaufwand erhöht hat.“ Für Fußgänger wurde ein neuer Fußgängerüberweg errichtet, der das Queren der Straße erleichtert. Die Bushaltestelle wurde barrierefrei ausgebaut. Peter Lotze erklärt: „Die Befahrbarkeit der Knotenpunkte wurde verbessert, die Bundesstraße teilweise verbreitert und die Kurven fahrdynamisch optimiert. Im Bereich Naundorf wurde die Fahrbahn um eine Abbiegespur ergänzt.“
Kosten gestiegen, Bauzeit verkürzt
Die Bauarbeiten auf gut einem Kilometer von Deuben bis Naumburg begannen im Februar 2025. Ursprünglich waren Kosten von 2,7 Millionen Euro veranschlagt. Laut Lotze wird die Schlussrechnung voraussichtlich 3,6 Millionen Euro betragen. Trotz verschiedener Herausforderungen konnte die Maßnahme rund drei Wochen vorfristig fertiggestellt werden. Der vertragliche Endtermin war der 29. Mai. Lotze lobt die konstruktive Zusammenarbeit mit der Einheitsgemeinde Stadt Teuchern, den Verkehrsbehörden und anderen Trägern öffentlicher Belange.
Nacharbeiten an Nebenstrecken
Der Teucherner Bauamtsleiter Lars Weidner zeigt sich zufrieden: „Es war eine herausfordernde Zeit für die Anwohner, aber die Maßnahme war baulich notwendig. Nun sind wir froh, dass sie erfolgreich abgeschlossen wurde.“ Nach der Öffnung der Strecke stehen noch die Feinjustierung der Verkehrsüberwachungsanlagen durch den Burgenlandkreis sowie Ausbesserungsarbeiten an den offiziellen Nebenstrecken an. Ein Sachverständiger soll in einer abschließenden Beweissicherung ermitteln, welche zusätzlichen Ausbesserungen vom Landesbetrieb Bau und Verkehr (LSBB) übernommen werden müssen.



