Bad Schandau: Behelfsbrücke über Bahngleise soll Anfang 2027 fertiggestellt werden
Bad Schandau: Behelfsbrücke über Gleise 2027 fertig

Bad Schandau: Behelfsbrücke über Bahngleise soll Anfang 2027 fertiggestellt werden

Im sächsischen Grenzort Bad Schandau gibt es konkrete Fortschritte bei der dringend benötigten Übergangslösung für die Brücke über die Bahngleise. Die Ausschreibung für den Bau der Behelfsbrücke läuft aktuell und soll bis Mai abgeschlossen sein, wie das Infrastrukturministerium mitteilte. Die Bauarbeiten sind für den Sommer dieses Jahres vorgesehen, sodass die provisorische Brücke Anfang 2027 zur Verfügung stehen soll.

Ministerin verspricht zügige Umsetzung

„Wir machen Tempo, um die Einschränkungen in der Region bestmöglich und so zu begrenzen, wie es technisch möglich ist“, erklärte Verkehrsministerin Regina Kraushaar (CDU). Die Vorbereitungen für das Bauprojekt sind bereits weit fortgeschritten. So wurden die notwendigen Sperrpausen mit der Deutschen Bahn abgestimmt und die erforderlichen Baumfällungen durchgeführt.

Ab April beginnen die Arbeiten zur Absicherung des Hangs entlang der Bundesstraße 172. Diese Maßnahmen werden voraussichtlich 2,1 Millionen Euro kosten und bis Juli andauern. Während dieser Zeit wird der Wanderweg in diesem Bereich gesperrt sein, für Wanderer ist eine Umleitung geplant.

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Bestehende Brücke zeigt gravierende Mängel

Die aktuelle Brücke, die entlang der B172 über die Bahngleise führt und an die monatelang gesperrte Elbbrücke angrenzt, weist erhebliche Schwächen bei der Tragfähigkeit auf. Eine Sonderprüfung hatte diese Mängel eindeutig festgestellt, weshalb das Bauwerk in naher Zukunft abgerissen werden muss.

Bereits im November vergangenen Jahres war die Brücke zwischenzeitlich komplett gesperrt worden. Derzeit wird der Verkehr über eine einspurige Ampelschaltung über das marode Bauwerk geführt – eine Situation, die durch die neue Behelfsbrücke entschärft werden soll.

Technische Details und Kosten der Übergangslösung

Die geplante Behelfsbrücke wird als provisorische Lösung dienen, bis ein dauerhafter Neubau realisiert werden kann. Für diesen Neubau laufen bereits die Planungen, allerdings steht noch kein konkreter Zeitplan fest.

Die Übergangslösung wird als Stahlkonstruktion in Vorschubbauweise errichtet, bei der die Brückenteile mit einem Gesamtgewicht von etwa 630 Tonnen neben ihrer endgültigen Position montiert und anschließend verschoben werden. Die Gesamtkosten für Bau, Wartung und Reparaturen während der Nutzungsdauer belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro.

Diese Investition soll sicherstellen, dass die Verkehrsanbindung in der Region während der Übergangsphase bis zur Fertigstellung des endgültigen Neubaus gewährleistet bleibt und die Belastungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer minimiert werden.

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